Bibliographie
Seiteninhalt
Die Bibliographie einer wissenschaftlichen Arbeit wird in ein Quellenverzeichnis und ein Verzeichnis der Forschungsliteratur, das Literaturverzeichnis, gegliedert. Das Quellenverzeichnis steht vor dem Literaturverzeichnis. Beide Verzeichnisse werden nach bestimmten Regeln geordnet.
Beim Layout der Bibliographie empfiehlt sich ein sogenannter «hängender Absatz», um das Ordnungsmuster deutlich hervorzuheben. Bei einem hängenden Absatz wird die erste Zeile eines Absatzes am Rand positioniert und jede nachfolgende Zeile eingerückt. Der Eintrag der nächsten Position beginnt wieder am linken Zeilenrand (s.Layout).
Quellenverzeichnis
Das Quellenverzeichnis ist in Ungedruckte Quellen, Gedruckte Quellen und Nichtschriftliche Quellen zu unterteilen.
Die ungedruckten Quellen müssen nach Archiven und/oder Sachgruppen geordnet werden.
Die gedruckten Quellen müssen alphabetisch nach den Namen der Autor:innen der Quelle oder, wenn diese nicht bekannt sind, nach dem ersten Substantiv des Quellentitels in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt werden. Die Einordnung antiker Autoren erfolgt nach dem Hauptnamen, unter dem der Autor bekannt ist (zum Beispiel Cicero, Marcus Tullius unter C). Mittelalterliche Autor:innen werden ihrem Vornamen entsprechend und nicht nach ihrem Herkunftsnamen eingeordnet (zum Beispiel Lampert von Hersfeld unter L).
Nichtschriftliche Quellen werden ebenfalls in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt.
Literaturverzeichnis
Das Verzeichnis der Forschungsliteratur wird alphabetisch nach den Nachnamen der Autor:innen bzw. Herausgeber:innen und unabhängig von der Publikationsform geordnet. Als Ordnungswort zur alphabetischen Reihung dient in den allermeisten Fällen der Familienname des:der zuerst genannten Autor:in oder des:der Herausgeber:in. Adelsprädikate (von/de) und Adelstitel werden bei der Alphabetisierung ignoriert.
Bei mehreren Monographien oder Beiträgen von einem:einer Autor:in werden die Beiträge chronologisch, beginnend mit dem ältesten Beitrag geordnet.
Ist kein:e Verfasser:in zu eruieren, oder wird ein Werk nach seinem Sachtitel eingeordnet, so gilt das erste Wort des Titels als Ordnungswort, wobei bestimmte und unbestimmte Artikel unberücksichtigt bleiben.
Internetseiten werden ebenfalls alphabetisch geordnet und an den Schluss des Literaturverzeichnisses gestellt.
Beispiele
Bianchi, Vera: Feministinnen in der Revolution. Die Gruppe Mujeres Libres im Spanischen Bürgerkrieg, Münster 2003.
Horn, Michael: Zwischen Abdankung und Absetzung. Das Ende der Herrschaft der Bundesfürsten des Deutschen Reichs im November 1918, in: Richter, Susan; Dirbach, Dirk (Hg.): Thronverzicht. Die Abdankungen in Monarchien vom Mittelalter bis in die Neuzeit, Köln; Weimar; Wien 2010, S. 267–290.
Meissner, Burkhard: Kidnapping und Plündern. Piraterie und Failing States im antiken Griechenland, in: Grieb, Volker; Todt, Sabine (Hg.): Piraterie von der Antike bis zur Gegenwart, unter Mitarbeit von Sünje Prühlen, Stuttgart 2012 (Historische Mitteilungen. Beihefte 81), S. 21–45.
Moll, Heinz: Mein Schweizer Standpunkt, in: Ossietzky 19, 2007. Online: <https://www.sopos.org/aufsaetze/46f5434ae25b4/1.phtml.html>, Stand: 03.12.2020.
Nöldeke, Theodor: Über Mazdak und die Mazdakiten, in: Ders. (Hg.): Geschichte der Perser und Araber zur Zeit der Sasaniden. Aus der arabischen Chronik des Tabari, Leyden 1879, S. 455–467.
Opitz-Belakhal, Claudia: Geschlechtergeschichte, Frankfurt am Main; New York 2010 (Historische Einführungen 8).
Rennie, Kriston R.: Law and Practice in the Age of Reform. The Legatine Work of Hugh of Die (1073–1106), Turnhout 2010 (Medieval Church Studies 17).
Sarasin, Philipp: Michel Foucault. Zur Einführung, Hamburg 2005.
Schöpfer Pfaffen, Marie-Claude: Verkehrspolitik im Mittelalter. Bernische und Walliser Akteure, Netzwerke und Strategien, Ostfildern 2011 (Vorträge und Forschungen. Sonderbände 55).
Tanner, Jakob: Geschichte der Schweiz im 20. Jahrhundert, München 2015.
Anhang
Der Anhang einer wissenschaftlichen Arbeit kann zum einen Quellen beinhalten, die man vollständig präsentieren möchte. Dies bietet sich beispielsweise an, wenn die Quelle nicht ediert ist und nur durch den Gang ins Archiv nachgeprüft werden kann.
Zum anderen können im Anhang Karten, Abbildungen, Graphiken und Tabellen aufgeführt werden, anstatt diese einzeln in den Text zu integrieren. In beiden Fällen gehört zu jeder Karte, Graphik und Tabelle eine Angabe zur Herkunft der Quelle.
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Zitierformate der Quellen