Sexuelle Ausbeutung im Umfeld der katholischen Kirche in der Schweiz

Die Schweizer Bischofskonferenz, die Römisch-Katholische Zentralkonferenz der Schweiz und die Konferenz der Vereinigungen der Orden und weiterer Gemeinschaften des gottgeweihten Lebens in der Schweiz (KOVOS) haben Prof. Dr. Monika Dommann und Prof. Dr. Marietta Meier mit einem Pilotprojekt beauftragt. Das einjährige Projekt beginnt im Frühling 2022.

Inhalt

Das Pilotprojekt legt die Basis für künftige Forschung zur Geschichte sexualisierter Gewalt, die katholische Kleriker, kirchliche Angestellte und Ordensangehörige seit Mitte des 20. Jahrhunderts in der Schweiz ausgeübt haben. Im Zentrum stehen die Strukturen, die den sexuellen Missbrauch von Minderjährigen und Erwachsenen ermöglichten und es erschwerten, diesen aufzudecken und zu ahnden. Dabei werden alle Sprachregionen in den Blick genommen.

Ziele

Das Projekt verfolgt zwei Ziele: Erstens soll geklärt werden, welche Quellen existieren und zugänglich gemacht werden. Zu diesem Zweck werden unter anderem Opferorganisationen und Zeitzeug:innen kontaktiert. Zweitens sollen mögliche Fragestellungen und Methoden für weitere Forschungsprojekte vorgeschlagen werden. Nach Abschluss des Pilotprojekts werden die Ergebnisse in einem Bericht festgehalten. Dabei ist auch zu benennen, welche Unterstützung die Institutionen der katholischen Kirche bei der Informationsbeschaffung und dem Zugang zu Archiven, Akten und Zeitzeug:innen geleistet haben.

Kommunikation

Der Mandatsvertrag sowie weitere Informationen zum Pilotprojekt werden der Öffentlichkeit auf der Webseite der Schweizerische Gesellschaft für Geschichte (SGG) zur Verfügung gestellt. Der Bericht zu den Forschungsresultaten wird ebenfalls auf dieser Website publiziert. Fragen zum Projekt sind an projekt-missbrauch@sgg-ssh.ch zu richten.