Swetlana Alexijewitsch: Tschornobyl – 17. April – 25. Mai
– Archiv der unsichtbaren Katastrophe –
Am 26. April 1986 ereignet sich die Reaktor-Katastrophe von Tschornobyl (russ. Tschernobyl): Während Geigerzähler weltweit ausschlagen, schweigt die Sowjet-Presse, mit schwerwiegenden Folgen für die Bevölkerung. Jahre später bereist die Autorin Swetlana Alexijewitsch die Gegend und zeichnet die Erzählungen vieler Betroffener auf, die in das Buch «Tschernobyl. Eine Chronik der Zukunft» einfliessen. Die Ausstellung zeigt erstmals Materialien aus dem umfassenden Video-Archiv zur unsichtbaren Katastrophe.
Die belarusische Schriftstellerin Swetlana Alexijewitsch wird 1948 in Stanislaw in der Ukrainischen Sozialistischen Sowjetrepublik geboren. Sie schreibt Romane, Kurzgeschichten, Essays und Reportagen. «Für ihr vielstimmiges Werk, das dem Leiden und Mut in unserer Zeit ein Denkmal setzt», erhält Alexijewitsch 2015 den Literatur Preis. Seit 2020 lebt Alexijewitsch im Berliner Exil.
«Černobyl’skaja molitva» erscheint 1997. «Tschernobyl-Gebet» folgt in deutscher Übersetzung von Ingeborg Kolinko 1997 im Berlin-Verlag, nach mehreren Versionen erscheint 2019 «Tschernobyl. Eine Chronik der Zukunft» im Suhrkamp-Verlag in Übersetzung von Ingeborg Kolinko und Ganna-Maria Braungardt.
Vernissage & Ausstellung
16. April, 18–21 Uhr
18.30 Uhr: Ansprachen und Lesung.
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich (limitierte Plätze).
Veranstaltungen
26. April
16.00 Uhr | Kulturhaus Helferei: 40 Jahre Reaktorkatastrophe
18.30 Uhr | Filmpodium: «Special Operation» (UKR/LTU 2025)
30. April
20.45 Uhr | Filmpodium: Dok-Film «Pripyat» (A 1999)
7. Mai
18.30 Uhr | Lavatersaal (UZH): Swetlana Alexeijewitsch: Tschornobyl - Archiv der unsichtbaren Katastrophe
9. Mai
11.30 Uhr | Strauhof: Menschenrechte: Belarus im Fokus
21. Mai
21.15 Uhr | Strauhof: Atomare Schweiz – eine Spurensuche.
Anmeldung unter: vermittlung@strauhof.ch.
Alle Details: www.strauhof.ch/veranstaltungen