Epigraphik - Datenbank (EDCS)
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Epigraphic Database Clauss/Slaby (EDCS)
The world’s largest database of Roman inscriptions
The Epigraphic Database Clauss-Slaby (EDCS) is the largest and most widely used international database of Roman inscriptions. With currently 542,176 recorded inscriptions and 170,156 drawings and photographs, it offers a digital research infrastructure that is unique in scope, depth, and accessibility within the field of epigraphy. For Classical Studies, as well as for research-oriented university teaching, the EDCS has become an indispensable tool and shapes epigraphic scholarship worldwide.
A key resource for research and teaching
Roman inscriptions offer unique insights, including into lives beyond the political and social elites—especially in the provinces of the Roman Empire. They are therefore central sources for questions of everyday and cultural history, providing information on family life, religion, professions, administration, the military, social mobility, cultural identities, and many other aspects of the ancient world. Their scholarly value emerges above all through the comparison of large numbers of texts, which the EDCS enables on an unprecedented scale.
Powerful search engine – not an edition
The EDCS is deliberately designed as a search engine and does not replace a critical edition. The inscription texts presented generally follow the most recent convincing reading and are occasionally supplemented by our own corrections. Users are explicitly encouraged to verify their research results against the cited editions or by consulting the numerous drawings and photographs.
Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby (EDCS)
Die weltweit grösste Datenbank für römische Inschriften
Die Epigraphische Datenbank Clauss-Slaby (EDCS) ist die grösste und international meistgenutzte Datenbank für römische Inschriften. Mit derzeit 542.176 erfassten Inschriften sowie 170.156 Zeichnungen und Fotografien bietet sie eine in Umfang, Tiefe und Zugänglichkeit einzigartige digitale Forschungsinfrastruktur im Bereich der Epigraphik. Für die Altertumswissenschaften, aber auch für eine forschungsnahe universitäre Lehre, ist die EDCS zu einem unverzichtbaren Werkzeug geworden und prägt die epigraphische Arbeit weltweit.
Schlüsselquelle für Forschung und Lehre
Römische Inschriften eröffnen einzigartige Einblicke, auch in das Leben jenseits der politischen und sozialen Eliten – insbesondere in den Provinzen des Imperium Romanum. Sie sind damit die zentralen Quellen für alltags- und kulturgeschichtliche Fragestellungen und geben Einblicke in Familie, Religion, Berufe, Verwaltung, Militär, soziale Mobilität, kulturelle Identitäten und viele weitere Aspekte der antiken Lebenswelt. Ihr wissenschaftlicher Wert entfaltet sich vor allem im Vergleich vieler Texte, den die EDCS in bisher unerreichter Breite ermöglicht.
Leistungsstarke Suchmaschine – keine Edition
Die EDCS ist bewusst als Suchmaschine konzipiert und ersetzt keine kritische Edition. Die wiedergegebenen Inschriftentexte folgen in der Regel der jeweils letzten überzeugenden Lesung und werden teils durch eigene Korrekturen ergänzt. Den Nutzerinnen und Nutzern wird ausdrücklich empfohlen, ihre Rechercheergebnisse anhand der angegebenen Editionen oder der zahlreichen Zeichnungen und Fotografien zu überprüfen.
Zielsetzung
Die EDCS hat sich vier Hauptziele zur Aufgabe gestellt:
Erfassung aller Inschriften
Die Erfassung aller lateinischen Inschriften. Dieses Ziel ist aufs Ganze betrachtet weitgehend erreicht. Eingearbeitet wird kontinuierlich ein jährlicher Zuwachs von 5.000-10.000 Inschriften, Nachträgen und Verweisen sowie die Kategorisierung der Texte.
Neu hinzugekommen ist seit 2021 die Erfassung griechischer Inschriften, zunächst vor allem aus den Westprovinzen des Imperium Romanum.
Alle Inschriften-Texte in der Datenbank beruhen auf der Entscheidung der Herausgeber der EDCS; sie sind aufgelöst und ergänzt. Ihre Präsentation ist so einfach wie möglich gestaltet. Neben den allgemein üblichen Angaben von Auflösungen, Ergänzungen und Tilgungen sind die verwendeten Sonderzeichen auf ein Minimum beschränkt.
- Recherchefähigkeit
Die Inschriften- Texte werden digitalisiert und recherchefähig zur Verfügung gestellt. Die unterschiedlichen Suchmasken stehen in Deutsch, Spanisch, Italienisch, Französisch und Englisch zur Verfügung. Damit eine Suchanfrage ein möglichst vollständiges Ergebnis erbringt, sind die Texte weitgehend im Latein vereinheitlicht, ein Vorgang, der allerdings noch nicht abgeschlossen ist. Statt nach vixit, bixit, vixsit, bixsit, vicxit, bicxit, visxit, bisxit, vixxit, bixxit, visit, bisit, vicsit, bicsit, vissit, bissit, vicit, veixsit, beixit, vixet, bixet, vixset, bixset, vicxet, vicset, bicset, viset, vexset, biset, visse, bisset, bisis, bixyt, yxit, vicshit, visix, vistx oder nixit suchen zu müssen, finden sich die entsprechenden Texte alle unter "vixit". Dies führt allerdings zu einer erheblichen Zahl von Eingriffen in den lateinischen Text. Die Suche nach abweichenden Schreibweisen wie etwa vixxit ermöglicht die Datenbank-Recherche (Suche nach fehlerhaften Schreibweisen). Bei unterschiedlichen Schreibweisen wie "milliaria" (64) oder "miliaria" (113) entscheidet die Häufigkeit der ausgeschriebenen Worte im Gesamtmaterial, welche Schreibweise in der EDCS verwendet wird. Dies gilt beispielsweise auch für "pia/us in suis" (347) gegenüber "pia/us in suos" (44).
- Dokumentation durch Fotos
Möglichst viele Inschriftentexte mit ihrem Inschriftenträger sollen anhand von Fotos überprüft werden können. Inzwischen stehen über 230.000 Bilder, eigene Fotos und Links zu anderen Datenbanken, zur Verfügung.
- Links
Durch Verbindung zu anderen Datenbanken wird die Möglichkeit geboten, mehr Informationen zu einzelnen Inschriften und Inschriftenträgern zu erhalten. Etwa 427.501 Verbindungen bestehen inzwischen zu allen relevanten Datenbanken für lateinische Inschriften, derzeit 47 Datenbanken.
- Kommentar und Neufunde
Die EDCS ermöglicht sowohl kurze Zusatzinformationen zu Inschriften (im Feld Kommentar) als auch die Publikation von Neufunden durch direkte Aufnahme der Inschrift in die Datenbank. Informationen wie Angaben zu den Maßen oder Erläuterungen zu einzelnen Passagen des Textes können im Kommentarfeld untergebracht werden. Bei der Inschrift CIL 06, 39824 sind als Beispiel alle Angaben des CIL eingetragen. Die Neufunde erhalten eine EDCS-Nummer mit dem Namen des Autors; vgl. EDCS 00514 {Ashmolean Museum, Oxford} oder EDCS 00767 {Giuseppe Cencini}. Die Autoren solcher Neufunde findet man unter ihrem Namen im Suchfeld "Publikation" (z.B. %Cencini%).
- Online-Zeitschrift: EDCS-Journal
Die Online-Zeitschrift (EDCS-J) dient der Publikation von Beiträgen zur Epigraphik sowie der Anzeige von neuen Inschriften, Nachträgen zu Inschriften oder Neulesungen. Bei Artikeln mit Inschriften für die Datenbank erfolgen zeitgleich Artikel-Publikation und Datenbank-Eintrag (einmal pro Monat nach Einsendung). Die Autoren erhalten ein PDF ihres Beitrags, das auf dieser download-Seite EDCS-Journal allgemein zugänglich ist.