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Quellen und Quellengattungen

Was ist eine Quelle?

Historisches Material wird erst zur Quelle, wenn eine Fragestellung an es herangetragen wird.

Grundsätzlich kann jedes Zeugnis der Vergangenheit eine Quelle sein. Zum Material histori­schen Arbeitens wird ein solches Zeugnis jedoch erst, wenn es dazu gemacht wird. An eine Quelle können unterschiedliche Fragen gestellt werden, wobei sich der Erkenntniswert der Quelle von Fall zu Fall unterscheidet.

Quellen sind von Forschungsliteratur zu unterscheiden.

Bei Quellen handelt es sich um das Material und den Ausgangspunkt historischen Arbeitens. Forschungsliteratur, also das Produkt historischen Arbeitens, entsteht erst durch die Ausei­nandersetzung mit Quellen. Eine solche Differenzierung kann allerdings nur in der Theorie streng durchgehalten werden. In der Praxis hängt sie von der Perspektive der Forschenden ab. So kann eine ältere wissenschaftliche Publikation zu einem bestimmten Sachverhalt selbst schon eine Quelle für die Zeit sein, in der sie entstanden ist.

Quellen offenbaren ihren Erkenntniswert für die historische Forschung nicht aus sich selbst heraus.

Quellen müssen stets einer methodisch geleiteten Quellenkritik und Quelleninterpretation un­terzogen werden. Sie sind weder rein noch unverfälscht und sprudeln und fliessen auch nicht von allein. Quellen legen also nicht fest, was gesagt werden kann, sondern verfügen allenfalls über ein «Vetorecht». Mit diesem wohl vom Historiker Reinhart Koselleck (1923–2006) einge­führten Begriff ist gemeint, dass anhand von Quellen historisch unwahre Aussagen als solche kenntlich gemacht werden können.

Mögliche Einteilungen von Quellentypen

In der Geschichte der Geschichtswissenschaft wurden immer wieder Vorschläge formuliert, wie Quellen typologisiert werden können. Keine dieser Einteilungen kann heute absolute Gül­tigkeit beanspruchen. Es kann jedoch trotzdem hilfreich sein, sich die einflussreichsten Vor­schläge zu vergegenwärtigen, da sie Aufschluss über die materiellen oder inhaltlichen Krite­rien geben, die Quellen in der Geschichtswissenschaft jeweils zugeschrieben werden.

Schriftliche und nichtschriftliche Quellen

Diese Typologie unterscheidet formal zwi­schen schriftlichen Quellen und Sachquellen, wie etwa Bildern oder Objekten.

Primärquellen und Sekundärquellen

Hier geht es um die zeitliche Distanz der Quelle zum historischen Geschehen. Primärquellen erscheinen als ungeformte Überlieferung, die dem historischen Geschehen näherstehen, bei Sekundärquellen handelt es sich bereits um geformte Überlieferung, die dieses Geschehen im Rückblick rekonstruieren.

Überrest und Tradition

Diese bekannte Unterscheidung geht auf den deutschen Historiker Johann Gustav Droysen (1808–1884) zurück und wurde von Ernst Bernheim (1850–1942) weiterentwickelt. Sie geht von absichtlicher und unabsichtlicher Überlieferung aus. Überreste sind unabsichtlich überlieferte Quellen, die für ihre jeweilige Zeit hergestellt wurden, bis heute überdauert haben und deshalb nur zufällig von historischen Ereignissen zeugen. Als Tradition werden demgegenüber Quellen bezeichnet, die mit einer klaren Ab­sicht entstanden sind, um vergangene Ereignisse für die Nachwelt zu übermitteln. Eine solche Einteilung ist problematisch, da eine historische Quelle sowohl Tradition als auch Überrest sein kann, je nachdem, welche Frage man an sie stellt.

Texte, Objekte und Tatsachen

Diese Einteilung von Paul Kirn (1890–1965) konzentriert sich auf den materiellen Charakter der Quellen. Als historische Tatsachen werden abstrakte Sachverhalte wie Namen, Institutionen oder Bräuche verstanden.

Faktische, fiktive und normative Quellen

Diese Typologie stammt von Gerhard Theuer­kauf (1933–2014). Sie beschränkt sich auf schriftliche Quellen, die nach inhaltlichen Krite­rien voneinander unterschieden werden. Faktische Quellen widerspiegeln, was gewesen ist, fiktive Quellen, was gewesen sein könnte, und normative Quellen, was gewesen sein sollte.

Quellengattungen

Neben den genannten Quellentypen ist in der Geschichtswissenschaft auch die Einteilung von Quellen nach Quellengattungen geläufig. Jede Quellengattung weist bestimmte Merkmale auf, die bei der Quellenanalyse zu berücksichtigen sind. Im Folgenden werden einige wichtige Quellengattungen aus den Zeitbereichen Alte Geschichte, Mittelalter und Neuzeit vorgestellt. Es gibt allerdings auch Quellengattungen, die für die Erforschung mehrerer oder aller Zeitbereiche relevant sind. Sachquellen etwa sind aus allen Epochen überliefert.

Hilfreiche Onlineressourcen für den Umgang mit Quellen finden sich unter Tools und Ressourcen.

Quellen der Alten Geschichte

Literarische Quellen

Mit literarischen Quellen sind alle Werke antiker Autoren gemeint, die durch Abschriften in der Antike und im Mittelalter bis in die Moderne überliefert wurden. Sie wurden meist für ein breiteres Publikum geschrieben und verfolgen einen gewissen ästhetischen Anspruch. Die Pa­lette literarischer Quellen reicht von Geschichtswerken über Biographien, philosophische und wissenschaftliche Fachschriften und antike Dichtungen bis hin zu Reden, Flugschriften und Briefen. Die Texte waren meist feststehenden Gattungskonventionen unterworfen, griffen also auf rhetorische Mittel und Stilisierungen zurück, die es bei der Interpretation dieser Quellen zu beachten gilt.

Inschriften

Inschriften sind im Grunde jede Form von Text, die sich auf Materialien wie Stein, Metall, Holz, Keramik, Hauswänden oder Alltagsgegenständen findet. Sie können einen Einblick in Aspekte antiker Kulturen geben, die in literarischen Quellen keine oder geringe Beachtung gefunden haben. Zur Quellengattung der Inschriften zählen unter anderem Grabinschriften, Bau-, Weih- und Ehreninschriften, öffentliche Urkunden, Graffiti, Meilensteine und Militär­diplome. Sie sind oft Teil eines archäologischen Monuments und müssen in diesem Rahmen betrachtet und interpretiert werden. Die Beschäftigung mit Inschriften und die damit verbun­dene Herstellung eines gesicherten Textes nennt man Epigraphik.

Münzen

Für die Antike stellen Münzen sehr wichtige Quellen dar, da es sich um authentische Zeug­nisse der Vergangenheit handelt, die dicht und nahezu geschlossen dokumentiert sind und deren Herstellungsort und -zeit sich meist genau identifizieren lassen. Deshalb bieten Münzen bei vielen Forschungsfragen eine wichtige Ergänzung zu anderen Quellengattungen. Mögli­che Forschungsgebiete sind hier die ikonographische Interpretation, die Analyse von Münzen als Medien zeitgenössischer Kommunikation, die Untersuchung des Prägekontextes und die antike Wirtschaftsgeschichte. Die wissenschaftliche Beschäftigung mit Münzen nennt man Numismatik.

Archäologische Quellen

Die materiellen Hinterlassenschaften der Antike sind der Untersuchungsgegenstand der Klas­sischen Archäologie, einem sehr wichtigen Zweig der Altertumswissenschaften. Diese be­schäftigt sich mit allen von Menschen geformten Überresten, angefangen von Vasen, Mosai­ken und Schmuck bis hin zur Architektur und Topographie. Als Grabungswissenschaft kann die Archäologie einerseits ganze Lebenskontexte der Antike wieder ans Licht bringen, etwa, wenn bei Ausgrabungen Gräber, Paläste oder im Falle von Pompeii sogar eine ganze Stadt freigelegt werden. Als Bildwissenschaft kann die Archäologie andererseits helfen, antike For­men und Bilder zu beschreiben und zu interpretieren.

Papyri

Hierbei handelt es sich um Texte, die auf Papyrus festgehalten sind. Papyri waren in erster Linie für den Alltagsgebrauch gedacht und haben deshalb eine schlechte Überlieferungs­chance. Hinzu kommt, dass Papyri nur unter bestimmten klimatischen Bedingungen die Zei­ten überdauern. Die Papyri, die besonders im trockenen Klima Nordafrikas erhalten geblieben sind, gewähren allerdings wertvolle Einblicke in die antike Gesellschaft. Öffentliche Papyri wie Inventare, Steuerlisten und Verordnungen geben Aufschluss über die Binnengliederung des Landes und die Verwaltung auf lokaler Ebene. Private Papyri wie Kaufverträge, Quittun­gen, Privatbriefe und Notizzettel sind wiederum wertvolle Quellen für die Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Antike.

Quellen der Geschichte des Mittelalters

Annalen und Chroniken

Die mittelalterliche Geschichtsschreibung kann grob in Annalen und Chroniken unterteilt werden. Allerdings kommen Annalen und Chroniken nicht immer in reiner Form vor, so dass sie sich nicht immer klar voneinander abgrenzen lassen. Annalen (dt. Jahrbücher) sind kurze, jahrweise angelegte, meist zeitgenössische Aufzeichnungen einzelner Daten, die der Verfasser als wichtig erachtete. Sie berichten von Ereignissen (zum Beispiel Tod und Bestattung eines Königs) und haben oft keinen universalgeschichtlichen Anspruch. Sie wurden meist fortlau­fend über Generationen hinweg von verschiedenen, anonymen Personen in Klöstern und Stif­ten verfasst. 

Chroniken werden üblicherweise anhand ihres vom Schreiber intendierten Be­richtshorizontes klassifiziert, wobei der institutionelle Entstehungskontext mitberücksichtigt wird. Sie sollten meist der historischen Erinnerung dienen und die Vergangenheit und die jeweilige Gegenwart miteinander verknüpfen. Chroniken sind heilsgeschichtlich orientiert und wollen «die Hand Gottes in der Geschichte» nachweisen. Sie eignen sich oft gut, um mit­telalterliche Geschichtsbilder und das mittelalterliche Geschichtsdenken zu erforschen.

Urkunden

Bei einer Urkunde handelt es sich um ein formalisiertes, beglaubigtes und damit verbindliches Schriftstück, das einen rechtlichen Vorgang dokumentiert. Urkunden waren aber nicht Vo­raussetzung für ein Rechtsgeschäft. Dieses konnte auch mündlich, unter Zeugen und in sym­bolischen Rechtshandlungen vollzogen werden. Meist wurden Urkunden sogar erst nachträg­lich aufgesetzt, um bereits getätigte Rechtshandlungen zu bestätigen. Die hohe Zahl der erhal­tenen Urkunden lässt aber darauf schliessen, dass eine solche Verschriftlichung dennoch von grosser Bedeutung war. Ihr Beweischarakter führte zu einer ausserordentlich hohen Zahl an Fälschungen, um deren Identifizierung sich die historische Grundwissenschaft der Diploma­tik bemüht.

Briefe/Briefsammlungen

Briefe bzw. Briefsammlungen sind eine umfassende Quellengattung, die persönliche, private oder geschäftliche Korrespondenz zwischen Personen oder Mitgliedern von Institutionen be­inhaltet. Als historische Quellengattung sind Formen und Sonderformen zu berücksichtigen, etwa diplomatische Briefe (als Ergänzung zu Verträgen, Gesandten), Verwaltungsschrifttum, Rundschreiben, «offene» Briefe mit publizistischem Charakter oder Brieftraktate. Mittelalter­liche Briefe sind entweder einzeln (als Autograph oder Abschrift), als Sammlungen oder als Register des Ausstellers überliefert. Sammlungen sind in der Regel nachträglich zusammen­gestellt und folgen den unterschiedlichsten Gesetzmässigkeiten.

Sachquellen/Realien

Eine sehr vielfältige und früher meist marginalisierte Quellengattung bilden schliesslich die Sachquellen. Unter diese Sammelbezeichnung fällt eine Vielzahl unterschiedlicher Quellen. Die Bandbreite reicht von naturräumlichen Gegebenheiten, Naturereignissen (Dürren, Kälte, Erdbeben), Überresten pflanzlicher, tierischer oder menschlicher Art über Bauwerke, Texti­lien, Werkzeuge bis hin zu Bildern oder Zeichen wie Siegeln, Insignien und Wappen.

 

Quellen der Geschichte der Neuzeit

Vergleicht man die Zeit von ca. 1500 bis in die jüngste Gegenwart mit früheren Jahrhunderten, sticht die stetig wachsende Zunahme an möglichem Quellenmaterial ins Auge. Dieser Anstieg lässt sich in erster Linie auf technische Innovationen wie Buchdruck, Photographie, Tonauf­nahme und Computer zurückführen, die die moderne Welt massgeblich geprägt haben. Mit Hilfe der neuen Techniken konnten menschliche Äusserungen einfacher reproduziert und in neuen medialen Formaten erfasst werden. Gewisse Quellengattungen beginnen Historiker:innen erst zu erschliessen, weshalb noch über die historischen Analysemethoden debattiert wird. Das gilt vor allem für digitale Quellen. Neuere geschichtswissenschaftliche Forschungsrichtungen wie die Umweltgeschichte oder die Geschichte des Anthropozäns denken zudem über eine Ausweitung des Quellenbegriffs auf natürliche Phänomene und die Umwelt nach. Die folgenden Beispiele geben daher, wie auch bei den Epochen der Alten Geschichte und der Geschichte des Mittelalters, nur einen kleinen, unvollständigen Überblick über einige Quellengattungen der Geschichte der Neuzeit. Weitere Informationen zu archivalischen Quel­len, beispielsweise Akten, finden sich im Glossar der wichtigsten Begriffe zum Archiv.

Publizistische Quellen

Publizistische Quellen sind veröffentlichte Druckschriften, die sich an eine mehr oder weniger breite Öffentlichkeit richteten. Zu dieser Quellengattung gehören Zeitungen, Zeitschriften, Flugblätter, Broschüren und auch Bücher. Mit der Entwicklung der Rotationspresse und der Verbesserung von Transport- und Kommunikationswegen konnten Druckschriften ab dem 19. Jahrhundert in Massenauflagen produziert werden. Wie die medienhistorische Forschung betont, spiegeln sich in publizistischen Texten nicht nur zeitgenössische Vorstellungen wider. Massenmedien wurden mitunter selbst zu historischen Akteuren, die beispielsweise dazu bei­trugen, nationale Identitäten mitzugestalten oder kollektive Feindbilder zu schüren.

Visuelle, audiovisuelle und Tonquellen

Lange fristeten Bilder, Photographien, Filme und Töne nur ein Schattendasein in der Ge­schichtswissenschaft; in der Regel blieben sie illustratives Beiwerk. Mittlerweile haben Spezi­aldisziplinen wie die Historische Bildkunde oder die Mediengeschichte die Erkenntnispoten­ziale von (audio-)visuellen und Tonquellen erkannt. Dadurch wurden neue Fragestellungen und Methoden in die Geschichtswissenschaft integriert. Die multimediale Heterogenität, die von frühen Druckgraphiken und Karikaturen des 16. Jahrhunderts bis zu digitalen Videos auf Streaming-Plattformen im Internet reicht, gilt mittlerweile als ein wesentliches Merkmal der Geschichte der Neuzeit. Diese Quellengattungen ermöglichen beispielsweise Aussagen über die Art und Weise, wie gewisse Ereignisse wahrgenommen und interpretiert wurden. Sie las­sen aber auch Fragen danach in den Vordergrund treten, wie gerade über die massenmediale Verbreitung von Bildern, Filmen und Tönen gewisse Momente und Zustände in der Vergan­genheit überhaupt zu Ereignissen wurden, an die man sich erinnerte.

Materielle Kultur

Auch vermeintlich banale Alltagsgegenstände, Kleidung oder hochtechnisierte Geräte und In­strumente können zu Quellen werden. Insbesondere für die Technik- und Wissenschaftsge­schichte, für die Alltagsgeschichte sowie die Wirtschafts- und Konsumgeschichte eröffnet die materielle Kultur historischer Gesellschaften neue Perspektiven auf die Vergangenheit. In die­sem Kontext wird diskutiert, ob Gegenständen eine eigene Biographie oder gar Handlungs­macht zugesprochen werden kann. Wie das Verhältnis von materieller Kultur und Geschichte grundsätzlich konzipiert werden muss, ist also Gegenstand einer offenen Forschungsdebatte. So hat sich unter dem Stichwort des material turn eine umfangreiche interdisziplinäre Theorie- und Methodendiskussion entwickelt, die vor allem von Ansätzen der Archäologie, histori­schen Anthropologie, Ethnologie und Umweltwissenschaft beeinflusst wird.

Statistische Quellen

Mit dem Aufstieg der Sozial- und Wirtschaftsgeschichte in den 1960er Jahren interessierten sich Historiker:innen zunehmend auch für statistische Quellen und quantifizierende Metho­den. Einerseits wurde in verschiedenen Quellen nach zählbaren Informationen gesucht (zum Beispiel, wie viel Nahrung gewissen Schichten in einer gewissen Zeit zur Verfügung stand), die aufbereitet und quantitativ ausgewertet wurden. Andererseits entwickelten sich überlie­ferte Statistiken, die spätestens seit dem 19. Jahrhundert zu einem Merkmal moderner Staat­lichkeit geworden waren, zu einem wichtigen Bestandteil geschichtswissenschaftlicher Argu­mentationen. Statistiken sind wertvoll, weil sie makroperspektivische Aussagen über die Ver­gangenheit, zum Beispiel über die Bevölkerungsentwicklung, geben können. Darüber hinaus lässt sich anhand statistischer Konzepte und Kategorien untersuchen, wie Gesellschaften sich selbst beschrieben und über sich selbst nachdachten.

Oral History

Eine besondere Quelle der Zeitgeschichte stellt die Möglichkeit dar, Personen zu befragen, die gewisse Ereignisse oder Epochen selbst miterlebt haben. Das können berühmte Persönlichkei­ten, aber auch ganz «normale» Leute sein. Zeithistoriker:innen können im Zeitzeug:innen­gespräch gewissermassen Quellen selbst herstellen, müssen sich jedoch mit der Frage ausein­andersetzen, welche Formen und Mechanismen individuelle und kollektive Erinnerung an hi­storische Ereignisse aufweist.

Digitale Quellen / Digital-born material

Die Digitalisierung vieler gesellschaftlicher Lebensbereiche, die in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ihren Anfang genommen hat, stellt auch die Geschichtswissenschaft vor neue Herausforderungen: Sie bringt eine Vielzahl neuer Quellengattungen hervor, für die neue Me­thoden der Quellenanalyse und der Archivierung nötig sind. Unter digitalen Quellen versteht man Material, das nie in einer anderen als der digitalen Form existiert hat. Hierunter fallen Webseiten und Postings auf Plattformen wie Facebook, Twitter oder YouTube ebenso wie Computerspiele und Apps für das Smartphone. Vor allem für die jüngste Zeitgeschichte sind digitale Quellen ein zunehmend wichtiger Quellenbestand.