Von Andrej Marković, Assistent: Essaysammlung "Yugosplaining the World"

Von Andrej Marković, Yugosplaining the World

Lässt sich mit dem Blick auf Jugoslawien unsere Welt besser verstehen? Einige aus dem ehemaligen Jugoslawien stammende und heute in der westlichen academia tätige Autor*innen haben diesen Sommer den Versuch gewagt, mit Hilfe ihrer Jugoslawienkenntnisse unsere Zeit zu diagnostizieren, und die Essaysammlung "Yugosplaining the World" produziert. Es ist klar: Es geht um den blutigen Untergang Jugoslawiens und die Zeit nach dem Zerfall einerseits und andererseits um eine vor allem westliche, oft gänzlich amerikanische Gegenwart, die in den Essays stark auf Rechtspopulismus, Autoritarismus, Nationalismus zugespitzt erscheint. Vorneweg: Nicht alle Texte sind gleich gut. Allen gemein ist aber der Versuch auszuloten, inwiefern Jugoslawien dem heutigen Westen als Warnung dienen kann.

Bebildert werden die Essays mit Fotografien aus der Ausstellung "Il était une fois la Yougoslavie" des Fotografen Milomir Kovačević Strašni.