Historical GIS

Storytelling with maps: Vom Geschichtsatlas zur Webkarte (mit Einführung ins Kartographieren)

BA-Kolloquium im Frühlingssemester 2019, Historisches Seminar der Universität Zürich

Daniel Ursprung

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historical GIS

Beschreibung der Lehrveranstaltung

Karten und Raumanalysen können heute dank Geographischer Informationssysteme (GIS) auch für kleinere Projekte mit vertretbarem Aufwand selbst realisiert werden. GIS ermöglichen es, historische Sachverhalte räumlich zu analysieren und so zu neuen Erkenntnissen zu gelangen. Verborgene Zusammenhänge lassen sich aufdecken, indem Quellen unterschiedlichster Herkunft räumlich miteinander in Beziehung gesetzt werden. GIS-Technologien helfen so, neue Fragestellungen zu entwickeln. Zahlreiche Forschungsprojekte haben das Potenzial von GIS-Anwendungen in jüngerer Zeit für alle geschichtswissenschaftlichen Bereiche aufgezeigt.
Das Kolloquium bietet unter Beiziehung externer Fachleute eine Einführung in historical GIS. Anhand der frei verfügbaren Software QGIS lernen wir die wichtigsten Geoverarbeitungswerkzeuge kennen, fragen anhand existierender Forschungsprojekte nach dem Potenzial von historical GIS und lernen, selber Karten in unterschiedlichen Darstellungsformen zu erstellen. Ziel ist es darüber hinaus, in einem experimentellen Rahmen den Einsatz digitaler Technologien für Leistungsnachweise zu testen und Nutzen wie Risiken digitaler Technologien kritisch zu reflektieren.

Voraussetzungen

Es werden über die üblichen Computer-Anwendungen keine besonderen Vorkenntnisse vorausgesetzt. Voraussetzung für den Besuch der Veranstaltung ist die Bereitschaft, sich unter Anleitung mit GIS-Software auseinanderzusetzen.

Literatur

  • Ian Gregory, Don DeBats, Don Lafreniere (Hg.): The Routledge companion to spatial history. London 2018.
  • Armin Volkmann: Geographische Informationssysteme. In: Fotis Jannidis, Hubertus Kohle, Malte Rehbein (Hg.): Digital Humanities. Eine Einführung. Stuttgart 2017, S. 299-314.
  • Ian N. Gregory, Alistair Geddes (Hg): Toward spatial humanities. Historical GIS and spatial history. Bloomington 2014.
  • Anne Kelly Knowles (Hg.): Placing history : how maps, spatial data, and GIS are changing historical scholarship. Redlands 2008.
  • Ian N. Gregory, Paul S. Ell: Historical GIS. Technologies, methodologies and scholarship. Cambridge 2007.
  • Weitere Literatur: Weiwei Zhang, John R. Logan: Historical GIS. Oxford Bibliographies. [last modified 27 June 2017], https://doi.org/10.1093/obo/9780199874002-0163.

Software

In der Lehrveranstaltung arbeiten wir hauptsächlich mit der freien open-source GIS-Software QGIS, die für alle gängigen Betriebssysteme verfügbar ist. Damit sind die Voraussetzungen gegeben, damit die erworbenen Kompetenzen ohne lizenzrechtliche Einschränkungen auch nach der Lehrveranstaltung weiter genutzt werden können. QGIS ist ein mächtiges GIS-Werkzeug, das auch dank Einbezug anderer Software-Komponenten (GRASS-GIS, SAGA-GIS etc.) bezüglich Funktionalität durchaus mit kommerzieller, für den professionellen Einsatz entwickelter Software verglichen werden kann.

Beispiele

Statische Karten

Cartogram

Heatmap Europa

heatmap

Nevyckyj

Tadschikistan

Gyger_3d

Netzwerk

Verzerrungsberechnung Altkarte

makedonien

Interaktive Webkarten

Link zu den einzelnen Webkarten

Vorschau zu den Webkarten:

QGIS Cloud: externe Webkarte mit interaktiv zu- und abschaltbaren Ebenen

Oben rechts über "Karten & Werkzeuge" einblenden von "Ebenen und Legende", um einzelne Ebenen zu- oder abzuschalten

Webmap Cloud