La visione di Sparta in "Staat und Gesellschaft der Griechen" di Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff

Elisabetta Benvegnù (Tesi di laurea Nov. 2005 Università Ca'Foscari di Venezia, Prof.ssa Claudia Antonetti, entstanden in Zürich im Rahmen des Programmes Erasmus/Sokrates bei Prof. Näf)

Der einflussreiche Philologe und Altertumswissenschaftler Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff ist unter anderem besonders bekannt als Gegner Nietzsches und Bewunderer des attischen Reiches. Von seinen Sympathien für Sparta hört man weniger. Diese zeigen seine konservativen Präferenzen, die Bewunderung für Sparta als Inbegriff eines starken Staates, dessen Stabilität sich seiner Meinung nach dorischer Sitte und dem Wirken der aristokratischen Eliten verdankte. Wilamowitz präsentiert die Antike als Epoche, die er immer wieder mit der Gegenwart vergleicht, so bei der Frage der Gestaltung des Staates oder der Stellung der Frau, der Knabenliebe und der Kameradschaft unter den Spartanern, wo er schreibt: "Es ist wahrlich etwas Grosses um eine solche Gesellschaft; ein modernes Offizierskorps zu vergleichen reicht nicht ..."