Historisches Seminar

Greg Bankoff, Georg Frerks, Dorothea Hilhorst (Hgg.): Mapping Vulnerability: Disasters, Development and People. London / Sterling VA (Earthscan) 2004

Zum Inhalt

Tosende Fluten, schwere Stürme und kataklysmische Erdbeben: Jedes Jahr sind bis zu 340 Millionen Menschen von diesen oder anderen Katastrophen betroffen, die Menschenleben kosten und Schäden an persönlichem Eigentum, in der Landwirtschaft und der Infrastruktur verursachen. Was kann dagegen unternommen werden?

Der Schlüssel zum Verständnis der Ursachen für Katastrophen und zur Milderung ihrer Auswirkungen ist das Konzept der "Verwundbarkeit" (vulnerability). Mapping Vulnerability analysiert dieses Konzept als entscheidend für die Art und Weise, in der wir Katastrophen, ihr Ausmass und ihre Auswirkung verstehen können. Geschrieben und herausgegeben von einer ausgewählten Expertengruppe aus Forschern und Praktikern versteht sich dieses Buch als Gegengewicht zu jenen technokratischen Zugängen, die sich darauf beschränken, Katastrophen schlicht als Naturphänomene zu betrachten.

Mit Hilfe des Begriffs "Verwundbarkeit" betonen die Autoren die Wichtigkeit sozialer Prozesse und der Interaktionen zwischen Mensch und Umwelt als Ursachenfaktoren bei der Entstehung von Katastrophen. Kritisch untersuchen sie, wie Gemeinschaften Unsicherheiten ausgesetzt werden, was vorwiegend von der relativ vorteilhaften oder unvorteilhaften Position abhängt, die eine bestimmte Gruppe in der sozialen Ordnung einer Gesellschaft einnimmt. In Fallstudien über Afrika, Asien und Lateinamerika betrachtet das Buch Verwundbarkeit auch in ihrem Verhältnis zu Entwicklung und ihrer Bedeutung für Politik und Alltagsleben.

Mapping Vulnerability richtet sich an Akademiker und Studenten, Politiker und Praktiker auf den Gebieten der Katstrophenstudien, der Geographie, der Entwicklungsstudien, der Wirtschaftswissenschaften, der Umweltwissenschaften und der Soziologie.

Bankoff 2004

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