Russlandschweizer-Archiv
Findmittel
Literaturhinweise
Anfragen, Nachforschungen
Lokalitäten, Anreise
Findmittel
Die im Russlandschweizer-Archiv enthaltenen Einheiten (Briefe, Erinnerungen, Familiengeschichten, Tonbänder, Publikationen, Zeitungsartikel etc.) sind in einer Datenbank verzeichnet, die am Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte der Universität Zürich eingesehen werden kann.
Dazu kommen die beiden online verfügbaren Personen-Datenbanken, die detaillierte biographische Angaben zu mehreren tausend Russlandschweizern enthalten und die insbesondere für genealogische Recherchen von Interesse sind. Die ursprünglich 1994 von Roman Bühler digitalisierte EDV-Kartei der Russlandschweizer umfasst fast 4000 Einträge. Die Karteikarten enthalten zum Teil detaillierte Angaben zur Biographie und den Verwandschaftsverhältnissen, die nicht in die Datenbank übernommen wurden. Dazu sind die Original-Karteikarten zu konsultieren, die im Russlandschweizer-Archiv aufbewahrt werden. Die Kartei der Vereinigung der Russlandschweizer (VRS) ist von Markus Lengen im Rahmen seiner Lizentiatsarbeit per EDV erfasst worden und umfasst 3218 Personeneinträge mit zum Teil detaillierten Kommentaren. Genauere Angaben zur Kartei der VRS sowie zur Digitalisierung sind zu finden im Aufsatz von Markus Lengen: Ein Strukturprofil der letzten Russlandschweizer-Generation am Vorabend des Ersten Weltkrieges. In: Schweizerische Zeitschrift für Geschichte 48, Nr. 3, S. 360-390, zum Aufbau der Datenbank insbesondere S. 362-364.
Sofern sich in den genannten Personen-Datenbanken und der Bestands-Übersicht keine Angaben zu gesuchten Namen oder Begriffen finden lassen, ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass in unseren Beständen Informationen zu den betreffenden Sachverhalten vorhanden sind. Gewissheit verschaffen könnte jedoch nur eine detaillierte Recherche, für die das Archiv interessierten Personen offensteht.
Literaturhinweise
Allgemeine Angaben zur Geschichte der Russlandschweizer sind den acht Bänden zu entnehmen, die von 1985 bis 2001 in der Reihe "Beiträge zur Geschichte der Russlandschweizer" (herausgegeben von Carsten Goehrke) erschienen sind. Klicken Sie hier für eine Übersicht über die einzelnen Bände. Daneben ist mit der Schweizerischen Zeitschrift für Geschichte, 48 (1998), Nr. 3 ein Themenheft mit mehreren Beiträgen zur Geschichte der Russlandschweizer erschienen. Klicken Sie hier für einen Zugang zur Datenbank der Schweizerischen Zeitschrift für Geschichte. Weiter ist erschienen von Roman: Bühler: Bündner im Russischen Reich. 18. Jahrhundert – Erster Weltkrieg. Ein Beitrag zur Wanderungsgeschichte Graubündens. Disentis/Mustér 1991, (2. Auflage 2003).
Online im Volltext zugänglich sind zudem zwei Aufsätze zu den Russlandschweizern von Rudolf Mummenthaler und Leo Schelbert in derBroschüre 25 Jahre Osteuropa-Abteilung des Historischen Seminars der Universität Zürich, 1971-1996. Hg. von Carsten Goehrke, Zürich 1996 sowie hier der Aufsatz von Rudolf Mumenthaler: Schweizer in St. Petersburg von 1703 bis 1917.
Ebenfalls speziell von den Schweizern in der einstigen Hauptstadt des Zarenreiches handelt der zum 300jährigen Jubiläum der Stadt herausgegebene Sammelband von Madeleine Isabelle Lüthi (Hg.): Schweizer in Sankt-Petersburg : zum 300-jährigen Jubliäum der Stadt Sankt-Petersburgs = Suisses à Saint-Pétersbourg : au tricentenaire de la fondation de Saint-Pétersbourg = Svizzeri a San Pietroburgo : per i trecento anni di San Pietroburgo. Sankt-Petersburg 2003. Die erwähnten Werke sind in mehreren Zürcher Bibliotheken vorhanden, für eine genaue Übersicht siehe den Online-Verbundskatalog NEBIS (für Bibliotheken ausserhalb Zürichs siehe die Hinweise zur elektronischen Recherche). Einzelne Beiträge aus Sammelbänden, Zeitschriften und Zeitungsartikel sind auch in der Bestandesübersicht des Russlandschweizer-Archivs nachgewiesen, sofern sie im Russlandschweizer-Archiv vorhanden sind. Dort kann nach Autor, Titelstichworten, Erscheinungsorten etc. gesucht werden (Volltextsuche).
Anfragen, Nachforschungen
Wir erhalten immer wieder Anfragen von Historikern, Journalisten, Genealogen und anderen an der Geschichte der Russlandschweizer interessierten Personen. Um festzustellen, ob zu den Sie interessierenden Sachverhalten oder Namen Material im Russlandschweizer-Archiv vorhanden ist, können die oben beschriebenen Findmittel herangezogen werden. Haben Sie bitte Verständnis dafür, dass es uns leider nicht möglich ist, eigene Recherchen in den Beständen des Russlandschweizer-Archivs durchzuführen. Das Russlandschweizer-Archiv ist das Ergebnis langjähriger Forschungen an unserem Lehrstuhl, wir verfügen jedoch über keine Kapazitäten für eine reguläre Benutzerbetreuung. Die Bestandsübersichten stellen wir im Sinne einer Dienstleistung für interessierte Kreise im Internet zur Verfügung. Der Lehrstuhl verfügt über keine personellen Ressourcen für Nachforschungen, Zusammenfassungen von Archivmaterialien oder die Ausführung von Kopier-Aufträgen. Das Russland-Schweizer-Archiv steht aber interessierten Personen auf Anfrage jeweils von Montag bis Freitag von 9 bis 12:30 und von 13:30 bis 17:00 Uhr zur Benutzung offen. Wir bitten jedoch um eine vorherige Anmeldung (Telefon 044 634 38 76). Eine Ausleihe der Bestände ist nicht möglich, Arbeitsplätze und Kopiermöglichkeiten sind vor Ort vorhanden. Besten Dank für Ihr Verständnis.
Lokalitäten, Anreise
Das Russlandschweizer-Archiv ist in den Räumlichkeiten der Abteilung für Osteuropäische Geschichte am Historischen Seminar der Universität Zürich (im Hauptgebäude) untergebracht. Der Zugang zum Historischen Seminar der Universität ist möglich über den Haupteingang des Uni-Gebäudes, Rämistrasse 71 (Durchgang zum Flügel an der Karl Schmid-Strase im Gebäude) oder direkt über den Seiteneingang, Karl Schmid-Strasse 4. Die Anmeldung erfolgt in der Bibliothek für Osteuropäische Geschichte im Zimmer G 283 im 2. Stock des Kollegiengebäudes 2, Karl Schmid-Strasse 4, Zürich:Lageplan ansehen. Anreise: Ab Hauptbahnhof mit Tram 6 bis Haltestelle ETH/Universitätsspital bzw. mit Tram 10 bis ETH Ab Central mit der Polybahn zur ETH Ab Bellevue oder Bahnhof Stadelhofen mit Tram 5 oder 9 bis Haltestelle Kantonsschule. Für Fahrpläne, Streckennetz etc. siehe die Seite der VBZ. Siehe auch den interaktiven, detaillierten Stadtplan mit Verkehrsverbindungen etc.
