Historisches Seminar – Prof. Dr. Gesine Krüger

Publikationen

Publikationsliste 

Böhlau 2011 Tierische (Ge)Fährten, Herausgegeben von Gesine Krüger und Aline Steinbrecher
HA Tiere
Die Abgrenzung zum Tier stellt ein essentielles Moment menschlicher Selbstdefiniton dar. Tiere sind Teil der Natur, haben aber die menschliche Gesellschaft massgeblich mitgeprägt. Die Autor/innen dieses Heftes untersuchen in Fallstudien von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart die historisch-spezifischen Grenzziehungen und Entgrenzungen zwischen Mensch und Tier, zwischen Natur und Kultur sowie zwischen Subjekten und Objekten. Die Beiträge zu Affen, Hunden, Katzen und Pferden zeigen, dass diese nah mit den Menschen lebenden Tiere weder der Kategorie Natur noch der Kategorie Kultur eindeutig zuzuordnen sind Vielmehr existieren sie in einem Zwischenbereich, den es zu analysieren gilt. Damit geraten auch Grenz(ziehung)en der Geschichtswissenschaft selbst in den Blick. Historische Antholpologie. Kultur - Gesellschaft - Alltag, Band 19,2 (2011): Tierische (Ge)Fährten. 
Böhlau 2009 Schrift - Macht - Alltag. Lesen und Schreiben im kolonialen Südafrika
Schrift
Bereits vor mehr als hundert Jahren schrieben afrikanische Bergarbeiter, die am Witwatersrand für die grossen Minenhäuser schufteten, regelmässig Briefe an ihre Angehörigen und Freunde zu Hause und erhielten umgekehrt Post von ihnen. Die Schrift hatte um 1900 Eingang in die afrikanische Alltagskultur gefunden. Von der afrikanischen Geschichtsschreibung lange Zeit vernachlässigt, zeigen Dokumente der Alltagsschriftlichkeit, dass die alphabetische Schrift nicht allein als koloniales Herrschaftsinsturment verstanden werden kann, so die These dieses Bandes. Auch Zettel, Notizen, Schulaufsätze, Leserbriefe und andere Texte erschliessen einen Umgang mit der Schrift, bei dem Lesen und Schreiben neben dem eigenen Vergnügen auch gerade der Kritik des Kolonialismus dienten sowie neue überrregionale Formen der Geselligkeit und des Austausches schufen. Weiter wird gezeigt, dass Behörden und Missionen dem unkontrollierten Schriftgebrauch allerdings mit grösstem Misstrauen begeneten. So gehört nicht nur die Verbeitung, sondern auch die Unterdrückung der Literalität zum kolonialen Erbe.
transcript 2008"Ich Tarzan". Affenmenschen und Menschenaffen zwischen Sciene und Fiction
Tarzan
Im 19. Jahrhundert noch ein Skandalon, scheint die Vorstellung vom "Affen in uns" heute eher faszinationsbesetzt. Die Soziobiologie und die Evolutionspsychologie reduzieren menschliches Verhalten auf ein genetisches Erbe aus der Evolution. Wohl keine Ikone der Populärkultur kündigte diese Wendung so plakativ an wie Tarzan, der von Edgar Rice Burroughs 1912 erstmals in Szene gesetzte Affenmensch. Die interdisziplinären Beiträge in diesem Band orientieren sich an der seither in zahllosen Variationen repräsentierten Figur. Sie streben eine kritische Auseinandersetzung mit den Diskursen um und den Bildern von Menschenaffen und Affenmenschen an. (Hrsg) Gesine Krüger, Ruth Meyer, Marianne Sommer
vdf 2007Afrika im Wandel
Afrika im Wandel
Zürcher Hochschulforum Band 40 herausgegeben von Thomas Baerth, Barbara Becker, Rolf Kappel, Gesine Krüger und Roger Pfister

Afrika im Wandel 

Vandenhoeck & Ruprecht 1999Kriegsbewältigung und Geschichtsbewusssein. Realtität, Deutung und Verarbeitung des deutschen Kolonialkriegs in Namibia 1904 bis 1907
Kriegsbewältigung

Der Band erschliesst einen wichtigen Teil der Kolonialgeschichte Namibias aus der Persepktive der afrikanischen Bevölkerung. Der Krieg zwischen den Herero und dem Deutschen Kaiserreich 1904-1907 ist im öffentlichen Gedenken, in der Geschichtsschreibung und im kollektiven Gedächtnis Nambibias noch heute fest verankert. Eine aktive Kriegsbewältigung war Ausgangspunkt für die "Erfindung einer Herero-Nation" und die Entwicklung neuer Institutionen. Die deutsche Kolonialmacht verfolgte eine Politik der vollständigen Kontrolle, der Enteignung, der Zwangsarbeit und des Völkermordes. Wie reagierten die Herero darauf? Es zeigt sich, dass sie auf politischer und symbolischer Ebene sehr kreative Strategiern entwickelten, um die koloniale Ordnung zu unterlaufen und für Selbstbestimmung und kulturelle Autonomie zu kämpfen.

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