Historisches Seminar

Lehrveranstaltungen im FS 2012

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Proseminare

Vorlesungen

FS 2012

Einführungsvorlesung

Vorlesung
Mittwoch, 08:15-09:45 Uhr
SOD-1-102

Vorlesungsverzeichnis

Dozierende

Gesine Krüger, Christian Marek, Beat Näf, Bernd Roeck, Philipp Sarasin, Jakob Tanner, Claudia Zey, Francisca Loetz, Sebastian Scholz, Marcus Sandl, Sven Trakulhun, Tobias Straumann

Inhalt

In der epochenübergreifenden Einführungsvorlesung des Historischen Seminars stellen sich die hier lehrenden Professorinnen und Professoren den Erstsemestrigen vor und führen gemeinsam in das Studium der Geschichte ein. Dazu informieren sie zum einen kurz über ihre Forschung und die Schwerpunkte ihrer Lehre; sie machen damit die Breite der Themen und Methoden am Historischen Seminar sichtbar. Zum anderen und vor allem sprechen sie zum gemeinsamen Thema dieser Veranstaltung: "Wissenschaft und Gelehrte, Akademien und Universitäten von der Antike bis zur Gegenwart". Die Vorlesung hat damit das Ziel, die akademische Situation, in der sich die Erstsemestrigen nun neu befinden, in ihrem historischen Wandel und in ihren verschiedenen historischen und kulturellen Möglichkeiten darzustellen und zu diskutieren.

Europa im 11. Jahrhundert

Vorlesung
Montag, 10:15-12:00 Uhr, bis 21.05
KOL-F-118

Vorlesungsverzeichnis

Dozierende

Claudia Zey

Inhalt

Mit dem Dynastiewechsel von den Karolingern zu den Kapetingern in Frankreich und von den Ottonen zu den Saliern im Römisch-Deutschen Reich, mit der Formierung des polnischen und ungarischen Königreichs sowie den normannischen Eroberungen in Süditalien und England erhielt Europa bis zur Mitte des 11. Jahrhunderts ein neues Gesicht. Den bedeutendsten Wandel in politischer, religiöser und ideengeschichtlicher Hinsicht leitete das Papsttum durch die entschlossene Durchsetzung der Kirchenreform ein, die schliesslich in die Auseinandersetzung mit dem salischen Königtum mündete. In der Vorlesung werden diese Prozesse und die sie begleitenden sozialgeschichtlichen Entwicklungen in chronologisch-systematischer Weise behandelt.

Unterrichtsmaterialien

In der Vorlesung werden Blätter mit Quellenauszügen, Genealogien und der wichtigsten Literatur verteilt. Einführungsliteratur: Ludger Körntgen, Ottonen und Salier, 2. Aufl. 2008. Michael Borgolte, Europa entdeckt seine Vielfalt 1050-1250, 2002.

Seminare

FS 2012

Europa im Konflikt? Warum stritten Könige und Päpste im Hochmittelalter?

Seminar
Montag, 14:00-15:45 Uhr, bis 21.05
SOE-E-7

Vorlesungsverzeichnis

Dozierende

Claudia Zey

Inhalt

Im 11. und 12. Jahrhundert wurden die Herrschafts- und Gesellschaftsordnungen der zentralen europäischen Königreiche durch die Konflikte der monarchischen Spitzen mit dem Papsttum tief erschüttert. Was in der Forschungsliteratur als epochaler Konflikt und ‚Wende' des Mittelalters bezeichnet wird, scheint aus heutiger Perspektive ein nur schwer zu erfassender Streit um Machtpositionen in der abendländischen Welt. Um die Bedeutung des Vorgangs für die europäische Geschichte erfassen zu können, sollen in vergleichender Perspektive folgende Fragen erörtert werden: Warum stritten Könige und Päpste im Hochmittelalter? Warum stritten sie in einigen Reichen mehr und in anderen weniger? Wie wirkten sich die Konflikte der Herrschenden auf die Gesellschaften ihrer Reiche aus? Wie wurden diese Konflikte geführt? Wie wurden sie gelöst? Wie rezipierten die Zeitgenossen das Geschehen?

Unterrichtsmaterialien

Literaturhinweise: Michael Borgolte, Europa entdeckt seine Vielfalt 1050-1250 (Handbuch der Geschichte Europas 3), Stuttgart 2002. Wilfried Hartmann, Der Investiturstreit (Enzyklopädie Deutscher Geschichte 21), 3. verbesserte und erweiterte Auflage, München 2007.

Stadt im Konflikt: Die kommunale Entwicklung Mailands im Hochmittelalter

Seminar
Dienstag, 16:15-18:00 Uhr
PLD-E-04

Vorlesungsverzeichnis

Dozierende

Claudia Zey

Inhalt

Mailand gehörte im Mittelalter zu den politisch und wirtschaftlich bedeutendsten Städten Italiens und Europas. Mit seiner besonderen Liturgie, die auf den Kirchenvater Ambrosius (gest. 397) zurückging, ragte die lombardische Metropole auch kirchenpolitisch heraus und gründete auf der ambrosianischen Tradition ein starkes Selbstbewusstsein. Diese Position geriet ins Wanken, als sich aus Konflikten um die Reform der Kirche eine sozial-revolutionäre Bewegung entwickelte, die zum Bürgerkrieg führte. Mit dem gesellschaftlichen Wandel ging der politische Umsturz einher, von der bischöflichen Stadtherrschaft zur kommunalen Selbstverwaltung. Damit stand Mailand am Beginn der kommunalen Entwicklung europäischer Metropolen. Diese Entwicklung soll im Seminar anhand folgender Fragen untersucht werden: Welche Strukturen begünstigten die Prozesse? In welchen Formen vollzog sich der gesellschaftliche Umsturz? Welche Auswirkungen hatte die Mailänder Entwicklung auf die politische und kirchenpolitische Situation im hochmittelalterlichen Europa? Da sich die mittelalterliche Geschichte Mailands vor Ort gut nachvollziehen lässt, ist mit dem Seminar unmittelbar nach Semesterende eine mehrtägige Exkursion nach Mailand verbunden (4.-7.6.2012). Die Zahl der ExkursionsteilnehmerInnen ist auf 20 begrenzt.

Unterrichtsmaterialien

Literaturhinweise: Claudia Zey, Im Zentrum des Streits. Mailand und die oberitalienischen Kommunen zwischen regnum und sacerdotium, in: Vom Umbruch zur Erneuerung? Das 11. und beginnende 12. Jahrhundert. Positionen der Forschung, hg. von Jörg Jarnut - Matthias Wemhoff (Mittelalter-Studien 13), München 2006, S. 595-611. (PDF auf meiner Homepage: http://www.hist.uzh.ch/personen/zey/publikationen.html); Knut Schulz, „Denn sie lieben die Freiheit so sehr …“. Kommunale Aufstände und Entstehung des europäischen Bürgertums im Hochmittelalter, Darmstadt 1992, bes. S. 21-47.

Kolloquien

FS 2012

Bild- und Textgebrauch in propagandistischem Kontext: Chroniken des 11. und 12. Jh.

Kolloquium
Donnerstag, 16:15-18:00 Uhr
KO2-F-174

Vorlesungsverzeichnis

Dozierende

Manuel Cecilia

Inhalt

Das hohe Mittelalter ist die Zeit der Chroniken. Sie sind an praktisch sämtlichen Herrscherhöfen Europas präsent und ihr Potenzial als Instrument der Herrschaftssicherung wird früh erkannt. Damit rücken Fragen nach hochmittelalterlichen Formen der Kommunikation, Meinungsbeeinflussung sowie ihrer sozialen Reichweite ins Blickfeld: Unter welchen Aspekten kann eine Chronik des 11./12. Jh. als Instrument der zielgruppenorientierten Meinungsbeeinflussung gelten? Propaganda ist laut Definition eine Werbetechnik, welche zur Beeinflussung, Manipulation und Herrschaftssicherung eingesetzt wird. Im Verlauf der Veranstaltung soll anhand von Fallbeispielen aus verschiedenen Herrscherchroniken aufgezeigt werden, inwiefern eine Übertragung des Propagandabegriffes legitim ist.

Unterrichtsmaterialien

Literaturhinweis: Goetz, H.-W., Geschichtsschreibung und Geschichtsbewusstsein im hohen Mittelalter, Berlin 2008.

LizentiandInnen- / Master- / DoktorandInnenkolloquium (Zey/Scholz)

Kolloquium
Dienstag, 18:15-20:00 Uhr, alle 14 Tage, ab 06.03
KO2-F-172

Vorlesungsverzeichnis

Dozierende

Claudia Zey, Sebastian Scholz

Inhalt

Das Kolloquium soll zur Vorstellung aktuell in der mittelalterlichen Geschichte laufender Master-, Doktorats- und Lizenziatsarbeiten dienen sowie zur Diskussion aktueller Forschungsfragen anhand ausgewählter Texte.

Zeit, Zeitmessung und Zeitvorstellungen im Mittelalter

Kolloquium
Donnerstag, 14:00-15:45 Uhr
KO2-F-155

Vorlesungsverzeichnis

Dozierende

Julian Führer

Inhalt

Im Kolloquium soll einerseits die Chronologie als Hilfswissenschaft der mittelalterlichen (und allgemeinen) Geschichte thematisiert werden. Verschiedene Datierungen vergangener Epochen werden so vorgestellt, erklärt und anhand von Quellenstellen gemeinsam aufgelöst bzw. in heutige Datierungen übersetzt. Andererseits soll es um mittelalterliche Zeitvorstellungen gehen. Wie teilte man das Jahr auf, wie den Tag? Wie gliederte man die Geschichte der Welt? Wohin steuerte die Geschichte hin? Hierzu werden Traktate über die Zeit und andere Quellen gemeinsam gelesen.

Unterrichtsmaterialien

Literaturhinweise: GROTEFEND, Hermann: Taschenbuch der Zeitrechnung des deutschen Mittelalters und der Neuzeit, Hannover 13. Aufl. 1991. FLASCH, Kurt: Was ist Zeit? Augustinus von Hippo. Das XI. Buch der Confessiones. Historisch-philosophische Studie. Text - Übersetzung - Kommentar, Frankfurt 1993. FRIED, Johannes: Endzeiterwartung um die Jahrtausendwende, DA 45 (1989), 381-473. GURJEWITSCH, Aron: Das Weltbild des mittelalterlichen Menschen, München 1980. LE GOFF, Jacques: Au Moyen Âge: Temps de l'Église, temps du marchand, Annales E.S.C. 15 (1960), 417-433. Zeitkonzeptionen, Zeiterfahrung, Zeitmessung. Stationen ihres Wandels vom Mittelalter bis zur Moderne, hg. Trude Ehlert, Paderborn etc. 1997.

Proseminare

FS 2012

Proseminar II (Gruppe 12)

Proseminar
Donnerstag, 14:00-15:45 Uhr
GLT-A-01

Vorlesungsverzeichnis

Dozierende

Sophie Caflisch

Inhalt

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