Historisches Seminar – Prof. Dr. Simon Teuscher

Medien der Ordnung. Praktiken des Umgangs mit Rechtsaufzeichnungen und Wandel der politischen Kultur 1200–1500



Projektleitung



Prof. Dr. Simon Teuscher



Mitarbeiter



lic. phil. Isabelle Schürch
lic. phil. Christoph Stätzler





Beschreibung



Der Schriftgebrauch weitete sich im Lauf des späteren Mittelalters entscheidend aus. Schreib- und Lesepraktiken, die zunächst auf die Bereiche der Liturgie und Theologie beschränkt gewesen waren, gelangten zunehmend auch in rechtlich-administrativen Zusammenhängen zum Einsatz. Mit Hinblick auf die Entwicklung konkreter Formen des Umgangs mit dem Medium Schrift stellt sich die Frage, inwiefern im spätmittelalterlichen Herrschafts- und Verwaltungshandeln mit der Schrift auch bestimmte Praktiken und ihnen inhärente Vorstellungen aus der Sphäre der Religion übernommen und adaptiert wurden. Hierzu werden exemplarische Untersuchungen zum Gebrauch von Aufzeichnungen regionaler, oft als «consuetudines» und «statuta» umschriebener rechtlicher Normen durchgeführt, die sich in Westeuropa während des Zeitraums zwischen dem 12. und dem 15. Jahrhundert ausbreiteten. Besondere Aufmerksamkeit gilt Praktiken der Reproduktion, der Organisation und Gliederung, der Illustration, der Kommentierung von Aufzeichnungen sowie den Formen ihres Einsatzes in politischen und rechtlichen Auseinandersetzungen.



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Nationaler Forschungsschwerpunkt (NFS)



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