Tagung
Urbanität wird in ganz unterschiedlichen Formen der Manifestation von Wissen vergegenwärtigt. Als Chiffre für eine besondere Lebensform ist sie Gegenstand einer Vielzahl von Textsorten; sie wird bildlich und kartographisch veranschaulicht wie auch akustisch kommentiert. Wie Artefakte die Eigenart des Städtischen herausstellen, ist Gegenstand der Tagung. Es wird also weniger darum gehen, Darstellungen der Stadt im Verlaufe der Geschichte zu erläutern und Veränderungen in der Wahrnehmung festzustellen. Ausgehend von einem kulturgeschichtlich geprägten Begriff von Medien und Medialität sollen vielmehr - über die technischen Voraussetzungen von Vermittlung hinaus - Momente und Mechanismen von Sinnstiftung, mithin die Bedingungen der Möglichkeit in den Blick genommen werden, Aussagen zu generieren. In langer Sicht, die vom Mittelalter bis in die Frühzeit des Films reicht, wird zum einen nach den je spezifischen (Text-, Bild-, und Ton- )Strategien gefragt, mit der Vorstellungen von Urbanität in Szene gesetzt sind, und zum anderen der Wirkmacht nachgegangen, die einzelne Formen der Repräsentation von Stadt haben entfalten können.
