Historisches Seminar

Aktuelles Lehrangebot

FS 2012

Geschichte des Altertums - neue und alte Perspektiven

Vorlesung
Dienstag, 12:15-13:45 Uhr
KOL-E-21

Vorlesungsverzeichnis

Dozierende

Beat Näf

Inhalt

Auch die Geschichte des Altertums ist, um eine Formulierung Walter Benjamins aufzunehmen: „Gegenstand einer Konstruktion ... So war für Robespierre das antike Rom eine mit Jetztzeit geladene Vergangenheit.“ Geschichte sei ein „Tigersprung ins Vergangene“, in eine „Arena, in der die herrschende Klasse kommandiert“. Wie sich gut beobachten lässt, benutzten die modernen Nationalstaaten die Geschichte Griechenlands und Roms zur Stärkung ihrer Identitäten. Im Altertum gab es ähnliche Phänomene. Die Athener pflegten die Erinnerung an Solon als Mittel zur Bestärkung der Demokratie. Unter Kaiser Augustus wurden die Helden Roms in die Staatsmythen integriert. Beim Umschreiben der Geschichte sind auch immer wieder neue wissenschaftliche Techniken angewandt worden. Nachdem lange Zeit Geschichte mit Hilfe von Texten erforscht wurde, feierte beispielsweise im 19. / 20. Jahrhundert die Archäologie Triumphe. Die Vorlesung behandelt ausgewählte Kapitel der Geschichte des Altertums und ihrer Geschichte im Hinblick auf ihre heutige wissenschaftliche Wahrnehmung.

Unterrichtsmaterialien

Literaturhinweis: Salvatore Settis: Die Zukunft des „Klassischen“. Eine Idee im Wandel der Zeiten, Berlin 2004.

Gallien in der Spätantike

Seminar
Montag, 12:15-13:45 Uhr, bis 21.05
KO2-D-54

Vorlesungsverzeichnis

Dozierende

Beat Näf

Inhalt

Gallien war das Kernland von einem der großen vier spätantiken Verwaltungsbereiche des Römischen Reiches. Zu Gallien gehörte ein Gebiet, das sich vom Rhein bis zum Pyrenäenkamm erstreckte. Auch ein erheblicher Teil der heutigen Schweiz (jenseits und zum Teil auch noch diesseits des „Röschtigrabens“) zählte zu ihm. Hauptstadt war Trier, das „zweite Rom“, später Arles, das „kleine gallische Rom“. Die einbrechenden Völker zerstörten manche Städte, so auch Trier, und bereiteten der römischen politischen Ordnung den Untergang. Dennoch blieb Römisches und prägte die Epoche über ihr sogenanntes Ende hinaus.

Unterrichtsmaterialien

Literaturhinweis: R. Kaiser: Das römische Erbe und das Merowingerreich, 3. Aufl., München 2004 (Enzyklopädie Deutscher Geschichte 26).

Antike Staatlichkeit und ihre Rezeption

Kolloquium
Dienstag, 14:00-15:45 Uhr
SOE-F-8

Vorlesungsverzeichnis

Dozierende

Benjamin Straumann

Inhalt

Im 5. Jh. v. Chr. beginnt das philosophische Nachdenken über Politik und entfaltet sich bis an das Ende des Altertums. Im Kolloquium werden ausgewählte Themen behandelt. Den Unterschieden zwischen dem politischen Denken der Griechen und dem der Römer soll Beachtung geschenkt werden, wobei ein Schwerpunkt beim römischen politischen Denken liegen wird. Insbesondere das römische Verfassungsdenken und die Auseinandersetzung mit Naturrecht, Ausnahmezuständen und Grundrechten sollen erörtert werden. Diese Themen sind nicht nur im Altertum fundamental, sondern ebenso in Mittelalter und Neuzeit - was uns Anlass geben kann zu fragen, ob die Antike überhaupt einen Verfassungsbegriff kannte, ob politische Freiheit eine Verfassung voraussetzt, und ob unser eigener Begriff von Freiheit von demjenigen der Antike wesentlich verschieden ist.

Unterrichtsmaterialien

Literaturhinweise: Henning Ottmann, Geschichte des politischen Denkens. Von den Anfängen bei den Griechen bis auf unsere Zeit, Stuttgart 2001ff. Wilfried Nippel, Antike oder moderne Freiheit? Die Begründung der Demokratie in Athen und in der Neuzeit, Frankfurt a.M. 2008. Chaim Wirszubski, Libertas as a political idea at Rome during the late republic and early principate, Cambridge 1950. Charles H. McIlwain, Constitutionalism: ancient and modern, Ithaca, NY 1947.

Mit dem Internet in die Römerzeit - Antike Quellen und moderne Auswertung

Kolloquium
Montag, 16:15-18:00 Uhr, bis 21.05
KO2-F-151

Vorlesungsverzeichnis

Dozierende

Beat Näf

Inhalt

Computer und Internet sind die wichtigsten Hilfsmittel von Historikerinnen und Historikern. Im Kolloquium werden historische Auswertung und computergestützte Anwendungen getestet. Aus der Mitarbeit kann die Beteiligung an laufenden Forschungsprojekten erwachsen.

Unterrichtsmaterialien

Siehe Hinweise auf der Website des Lehrstuhls unter Lehre/E-Learning, Forschung und Links.

Proseminar III (Gruppe 02)

Proseminar
Freitag, 12:15-13:45 Uhr
KO2-F-155

Vorlesungsverzeichnis

Dozierende

Beat Näf

Übung zum Proseminar III (Gruppe 02)

Übung
Freitag, 14:00-15:45 Uhr
KO2-F-155

Vorlesungsverzeichnis

Dozierende

Beat Näf

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