Historisches Seminar

Mauritius, Sakraltopographien und Sakralbauten

Die Heiligengestalt des Mauritius knüpft an einem Legendenstoff an, der im 4. Jahrhundert entstanden ist und eine grosse Wirkung entfaltet hat.

Im Stoff der Legende spiegeln sich Themen der spätrömischen Zeit: Entwicklung neuer kirchlicher und politischer Strukturen, wachsender Einfluss der Bischöfe, Problem der Usurpationen, Ausbreitung des Mönchtums, Wallfahrtsbewegung, Pilgerwesen, Kirchenbau, Sakraltopographien, Entwicklung des Konzeptes des Martyriums, Ausdifferenzierung neuer Modelle von Lebensweisen, Frage der Vereinbarkeit von Christentum und Miliitärdienst, Ausprägung eines Kanons christlicher Texte.

Die vielfältigen Dimensionen der Thematik werden im Rahmen mehrerer selbständiger Teilprojekte interdisziplinär untersucht, unter anderem im Zusammenhang von Arbeiten für das Corpus architecturae religiosae Europeae (Spätantike bis Frühmittelalter): CARE-D/A/CH (Corpus architecturae religiosae Europeae. Teilprojekte Deutschland / Österreich / Schweiz.

Im Folgenden zu einem Projekt zur Gestalt des Mauritius:

Besançon / Saint-Maurice 28 septembre - 2 octobre 2009

Colloque - Politique, société et construction identitaire: Autour de saint Maurice

Organisé par

le Laboratoire des Sciences Historiques de l'Université de Franche-Comté (France),

Anne Wagner et Nicole Brocard,

et

la Fondation des Archives historiques de l'Abbaye de Saint-Maurice (Suisse)

Kontakt

Historisches Seminar
Universität Zürich
Prof. Dr. Beat Näf
Karl Schmid-Strasse 4
CH-8006 Zürich

E-Mail: beat.naef@hist.uzh.ch
Tel.: +41 (0) 44 634 38 73

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