Aktuelles Lehrangebot
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Der Alte Orient und GriechenlandVorlesung DozierendeChristian Marek InhaltUm die Ursprünge abendländischer Kultur ist in jüngster Zeit erneut heftig gestritten worden, insbesondere im Hinblick auf Herkunft und Alter der homerischen Epen. Für die Übernahme der Alphabetschrift, Anfänge der Philosophie, Naturwissenschaft und Geschichtsforschung, Religion, Handwerk und Kunst, Erfindung und Verbreitung des Münzwesens sind längst orientalische Vorbilder nachgewiesen, das "griechische Kulturwunder" aus seiner Isolation befreit worden. Doch bleibt der Anteil der griechischen Originalität in der Diskussion, neuerdings mehren sich wieder Stimmen, die vor einer Überschätzung der orientalischen Einflüsse warnen. Die wichtigsten Fragen im Hinblick besonders auf die Kontakte mit den semitischen Kulturen des Zweistromlandes, den indogermanischen Kulturen Irans und Anatoliens sollen im Lichte der neueren Forschung behandelt werden. UnterrichtsmaterialienLiteraturhinweis: W. Burkert, Die Griechen und der Orient, München 2003. |
Griechische Geschichtsschreibung - von den Anfängen bis PolybiosSeminar DozierendeChristian Marek InhaltKritische Vergangenheitsbetrachtung ist keine Erfindung der Griechen. Aus verschiedenen Wurzeln hat sich indessen in Ionien im 6. und 5. Jh. eine literarische Gattung herausgebildet, die bezüglich der Thematik und Theorie von Geschichte etwas Neues darstellte. Gegen Ende des 5. Jh. wurde diese Historie von dem Athener Thukydides heftig kritisiert, der ihr eine an den Prinzipien der Naturerkenntnis ausgerichtete Geschichtsforschung gegenüberstellte. Der Thukydideismus übte auf die nachfolgende griechische und römische Geschichtsschreibung und darüber hinaus bis ins 19., vereinzelt bis ins 20. Jh. zwar großen Einfluß aus, thematisch bedeutete er insbesondere den Primat der politischen Geschichte und der Berichterstattung von Konflikten und Kriegen. Doch schon im 4. Jh. v. Chr., im Hellenismus und in der römischen Kaiserzeit beschritten Historiker auch neue Wege und setzten andere Akzente, die wiederum sehr weit in die europäische Geistesgeschichte hinein gewirkt haben. Das Seminar wird sich mit ausgewählten Kapiteln griechischer Historiker eingehender befassen und versuchen, die Eigenart ihrer Anschauungen zu verstehen. UnterrichtsmaterialienLiteraturhinweise: Beat Näf, Antike Geschichtsschreibung, Stuttgart 2010; Otto Lendle, Einführung in die griechische Geschichtsschreibung, Darmstadt 1992. |
Einführung in die Byzantinistik: Die Regierungszeit des Basileios II. (976-1025)Kolloquium DozierendeRuth E. Harder InhaltDie «Einführung» hat das Ziel, die Studierenden mit dem Forschungsgebiet der Byzantinistik vertraut zu machen. Es werden die wichtigsten Teilaspekte des Faches besprochen und die verschiedenen Forschungsmethoden anhand eines praktischen Beispiels, der Regierungszeit des Kaisers Basileios II., eingeführt. Basileios II. errang die Regierungsgewalt gegen innere Gegner nur mühsam. Nachdem er an die Macht gekommen war, schaffte er es aber, sowohl auf dem Balkan als auch gegen die Araber die Position von Byzanz zu konsolidieren, so dass er als erfolgreicher «Kriegskaiser» in die Geschichte einging. UnterrichtsmaterialienLiteraturhinweise: R.-J. Lilie, Einführung in die byzantinische Geschichte, Stuttgart 2007. C. Holmes, Basil II and the governance of Empire (976-1025), Oxford 2005. |
LizentiandInnen- / Master- / DoktorandInnenkolloquium (Marek)Kolloquium DozierendeChristian Marek |
Rhetoren, Sophisten, Philosophen und "Wundermänner" im römischen ReichKolloquium DozierendeChristian Marek InhaltIm Osten des Römischen Weltreiches wurde Griechisch gesprochen, höhere Bildung war im gesamten Reich im 2. Jh. n. Chr. vor allem griechische Bildung. Ein soziales und politisches Phänomen ersten Ranges sind die zahlreichen Schulen und Lehrstühle bedeutender Rhetoren und Philosophen, von denen viele zu engsten Vertrauten politischer Entscheidungsträger der Machtelite, ja des Kaisers selbst zählten. Einige 'Stars' - man hat sie einmal als «Konzertredner» bezeichnet - faszinierten mit ihren Auftritten ein grosses Publikum und genossen höchstes Ansehen. Zur selben Zeit zogen 'Gurus' und Wundermänner neue Glaubensgemeinschaften in ihren Bann, wie Apollonios von Tyana, Peregrinos Proteus oder Alexandros von Abonuteichos. Im Mittelpunkt steht die Lektüre ausgewählter Kapitel von Philostratos' Lebensbeschreibungen und ausgewählter Schriften von Lukian; in Ergänzung dazu sollen auch einige Inschriften behandelt werden. UnterrichtsmaterialienLiteraturhinweise: Glen W. Bowersock, Greek Sophists in the Roman Empire, Oxford 1969; Johannes Hahn, Der Philosoph und die Gesellschaft, Stuttgart 1989; Thomas Schmitz, Bildung und Macht. Zur sozialen und politischen Funktion der Zweiten Sophistik in der griechischen Welt der Kaiserzeit, München 1997. |
Proseminar II (Gruppe 05)Proseminar DozierendeMax Gander |
