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Elektronische Recherchemöglichkeiten zur Literatursuche - Linkliste

Literaturrecherche für Geschichte und Osteuropa-Wissenschaften

Zusammengestellt von Daniel Ursprung

Siehe auch weiterführende Linklisten zu folgenden Themen:

Hinweis: Die untenstehende Linkliste deckt ein weites Feld von elektronischen Recherchemöglichkeiten für wissenschaftliche Zwecke im Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften mit besonderer Berücksichtigung Osteuropa-relevanter Ressourcen ab, ohne jedoch einen Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben. Neben den wichtigsten relevanten Datenbanken, Volltextarchiven, Bibliothekskatalogen etc., die von allgemeinem Interesse sind, wurden auch speziellere Angebote und Links aufgenommen, die bei der Suche nach Spezialliteratur für umfangreichere wissenschaftliche Arbeiten wertvolle Hilfestellung bieten können.

Inhalt

Hitliste: 5 wichtige Links auf einen Blick
Nützliche Hinweise vor dem Start
1.) Bibliographieren (was ist zu einem bestimmten Thema erschienen?)
2.) Bibliographierte Titel beschaffen

Hitliste: 5 wichtige Links auf einen Blick

  1. Historical abstracts: Nachweis von Zeitschriftenaufsätzen zu allen historischen Themen (Bibliographie)
  2. KVK: Karlsruher virtueller Katalog: Metakatalog zur gleichzeitigen Suche in diversen Bibliothekskatalogen des deutschsprachigen Raumes und international
  3. CHVK: Schweizer Virtueller Katalog, helvetisches Pendant zum KVK, umfasst alle wichitgen Bibliothekskataloge der Schweiz (inklusive den IDS-Verbund)
  4. ZDB: Suche nach Zeitschriften im deutschsprachigen Raum (ohne Schweiz, siehe dafür das Schweizer Zeitschriften-Portal SZP)
  5. Subito: Dokumentenlieferdienst: Kopienbestellungen von Aufsätzen aus Zeitschriften und Buchauszügen

Nützliche Hinweise vor dem Start

  • Literaturhinweis: In folgendem Buch sind einige der weiter unten aufgeführten Datenbanken näher beschrieben und finden sich viele Hinweise zur Literaturrecherche: Franz X. Eder, Heinrich Berger, Julia Casutt-Schneeberger et al.: Geschichte online : Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten, Wien, Köln, Weimar 2006 (=UTB, 2822), ISBN 978-3-8252-2822-4.
  • Selbststudium online: Eine gute und kostenlose Möglichkeit zum Selbststudium unter anderem der elektronischen Literaturrecherche bietet auch die an der Universität Wien angesiedelte Internet-Seite Geschichte-online an.
  • Elektronische Literaturverwaltung 1: Literaturdatenbank LitLink: LitLink ist eine kostenlos erhältliche Datenbank, die speziell von Historikern für die Zwecke der Literaturverwaltung für wissenschaftliche Zwecke entwickelt wurde. Auf der LitLink-Homepage kann das Programm und weitere Informationen heruntergeladen werden. Eine spezielle Firefox-Erweiterung namens XMLDump erlaubt den automatischen Import von Daten aus geläufigen Online-Bibliothekskatalogen direkt in die Datenbank - das mühsame Kopieren von Hand entfällt. Leider werden diakritische Zeichen oft nicht richtig erkannt.
  • Elektronische Literaturverwaltung 2: Zotero: Speziell für wissenschaftliche Zwecke entwickelte Erweiterung für den (kostenlos erhältlichen) Internet-Browser Firefox mit umfassenden Funktionen (obwohl derzeit noch in der Beta-Phase). Zotero kann gratis installiert werden von der Zotero-Homepage. Zotero ist eine integrierte Lösung zur Verwaltung von Literaturhinweisen aus Online-Quellen - daher auch der aus dem Albanischen (!) stammende Name (zotëroj: (einen Stoff) "beherrschen"). Mit Zotero können von einer grossen und ständig steigenden Zahl von Online-Angeboten (wissenschaftliche Fachdatenbanken, Online-Bibliothekskataloge, Buchhandelskataloge etc.) Informationen und besonders bibliographische Angaben von Büchern, Zeitschriftenaufsätzen etc. gespeichert, verwaltet und exportiert werden. Zotero kann als eine Art Literaturdatenbank begriffen werden, die die Vergabe von Schlagworten, das Anhängen von Kommentaren, Dateien oder Volltexten erlaubt und eine beliebige Verlinkung zwischen den einzelnen Titeln ermöglicht. Mit Zotero ist zudem per Knopfdruck die Erstellung von fertig formatierten Literaturlisten (etwa in Word oder dem frei erhältlichen Open Office) möglich. Literaturangaben aus unterschiedlichsten Quellen im Internet werden automatisch in das gewünschte Format umgewandelt. Auch hier ist leider die Verarbeitung der diakritischen Zeichen noch mangelhaft.
  • Transliteration: Zur Transliteration zwischen kyrillischen und lateinischen Texten eignet sich die kostenlos erhältliche Firefox-Erweiterung Transliterator (früherer Name: ToCyrillic). Mit der Maus markierter Text kann per Knopfdruck von kyrillischer in lateinische Schrift oder umgekehrt verwandelt werden. Auf deise Weise können einzelne Wörter, aber auch ganze Internet-Seiten blitzschnell transliteriert werden. Dazu kann zwischen verschiedenen Voreinstellungen für die je nach Sprache unterschiedlichen Transliterationen (russisch, ukrainisch, bulgarisch etc.) gewählt werden. Die Einstellungen können bei Bedarf individuell angepasst werden, so dass man sich eigene Transliterationsregeln zusammenstellen kann (eine angepasste Transliterationstabelle für die im deutschsprachigen Raum übliche wissenschaftliche Transliteration ist hier zu finden. Nützlich ist dieses Werkzeug etwa bei der Suche nach Beständen in russichen Bibliotheken (direkt oder in Metakatalogen wie dem KVK), um den Titel in Latinica einzugeben und dann per Knopfdruck in Kyrilica transliterieren zu lassen oder um umgekehrt bibliographische Angaben in Kyrilica automatisch in Latinica zu konvertieren, um danach in westlichen Katalogen suchen zu können.

1.) Bibliographieren (was ist zu einem bestimmten Thema erschienen?)

Neben klassischen gedruckten Bibliographien stehen eine Reihe von Datenbanken zur Verfügung, die sich zur gezielten Suche nach Zeitschriftenartikeln eignen. Viele Datenbanken ermöglichen inzwischen auch den online-Zugriff auf die Volltexte im pdf-Format, in der Regel im originalen Drucklayout - entweder auf der Basis der von den Verlagen zur Verfügung gestellten Druckvorlagen oder durch das Einscannen älterer Hefte. Neben den weiter unten beschriebenen, im Internet kostenlos zugänglichen Angeboten sind viele Dienste kostenpflichtig und meist nur an Bibliotheken, Hochschulen und Institutionen verfügbar, die über eine entsprechende Lizenz verfügen. Im Datenbank-Infosystem kann überprüft werden, welche Angebot wo genutzt werden können. Oftmals werden aber auch bei nicht frei zugänglichen Volltext-Archiven zumindest die bibliographischen Angaben und eventuell Abstracts kostenlos zur Verfügung gestellt.

Hier wird nur auf die für die historische Osteuropakunde sowie die Geschichtswissenschaft allgemein wichtigsten Datenbanken verwiesen. Sie sind von den meisten grösseren wissenschaftlichen Bibliotheken und Universitäten aus einsehbar; vom Netzwerk der Universität Zürich aus (IP-Range 130.60.*.*) kann darauf frei zugegriffen werden, sofern nicht anders vermerkt. Eine detaillierte Liste mit hunderten wissenschaftlichen Datenbanken (lizenzpflichtigen und im Internet frei verfügbaren) ist auf der Seite Datenbank-Infosystem (DBIS) der Universitätsbibliothek Regensburg unter www.bibliothek.uni-regensburg.de/dbinfo/ einsehbar. Hier wird bei jeder Datenbank auch angezeigt, was vom jeweiligen Standort (Universitäts-Campus, Bibliothek) aus zugänglich ist und was nicht. Unter Bibliotheksauswahl / Einstellungen kann individuell eingestellt werden, für welchen Standort die Angaben gültig sein sollen.

In Zürich bietet die Zentralbibliothek (ZB) eine ganze Reihe solcher Datenbanken für die verschiedensten Fachrichtungen an. Hier kann eine detaillierte Liste aller Datenbanken der ZB eingesehen werden. Die ZB führt regelmässig Einführungen in die Benutzung der Datenbanken durch.

Die meisten Datenbanken können nicht nur in der ZB selber eingesehen werden, sondern auch von jedem Computer im Universitätscampus (also auch WLAN). Universitätsangehörige und Studierende können sich zudem über ihren Uni-Access-Account von zu Hause aus ins Uni-Netzwerk einwählen und damit auf die Dienste (unter anderem eben auch die Datenbanken) zugreifen. Informationen, wie dabei vorgegangen werden muss, finden sich auf den Seiten der Informatikdienste der Uni. Bei technischen Problemen kann die Helpline der Informatikdienste in Anspruch genommen werden.

a) Kostenpflichtige Angebote

  • Historical Abstracts (Bibliothek auswählen, um Zugang zu prüfen)
    Direkteinstieg (nur für Angehörige der Uni Zürich)
    Verzeichnet Artikel aus Zeitschriften und Sammelbänden zu historischen Themen, darunter auch Zeitschriften aus und über Osteuropa. Die Titel sind immer in der Originalsprache wie in englischer Übersetzungen verzeichnet. Anstelle des Begriffs "Nationalismus" kann also nach "nationalism" gesucht werden, um neben deutschen auch Titel in englisch, russisch, polnisch etc. zu finden. Den bibliographischen Angaben sind kurze Zusammenfassungen (abstracts) in englischer Sprache beigegeben, was die Orientierung und die Suche sehr erleichtert. Historical Abstracts umfasst daneben jedoch NUR die bibliographischen Angaben, nicht jedoch die Aufsätze im Volltext. Diese müssen auf dem klassischen Weg (Konsultation der Printausgabe in einer Bibliothek) beschafft werden.
  • JSTOR
    JSTOR ist eine gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die Kapazitätsprobleme wissenschaftlicher Bibliotheken bei der Archivierung wissenschaftlicher Zeitschriften zu mildern und zugleich den Zugang zu den entsprechenden Artikeln zu erleichtern. Zu diesem Zweck wurden weit über 600 überwiegend englischsprachige Zeitschriften vor allem aus den Geistes- und Sozialwissenschaften gescannt und in ein online zugängliches Archiv abgelegt. Die Artikel können nach Stichworten durchsucht und als pdf-Datei im Volltext (als image-Datei) heruntergeladen werden. Ziel ist es, ältere Ausgaben der entsprechenden Zeitschrift online zugänglich zu machen, so dass die jeweils neuesten Ausgaben (in der Regel der vergangenen 1 bis 5 Jahre) nicht erfasst sind (sogenannte "moving wall"). Eine deutsche Beschreibung von JSTOR ist auf der Homepage vorhanden.
  • Central and East European Online Library (CEEOL)
    Die Central and East European Online Library (CEEOL) ist eine Datenbank, die Volltext-Beiträge von Zeitschriften mit Osteuropa-Bezug, primär aus den Sozial- und Geisteswissenschaften, umfasst. Neben Zeitschriften in westlichen Sprachen sind vor allem auch Titel aus den einzelnen Ländern und in den jeweiligen Landessprachen Osteuropas erfasst. Meist englischsprachige Zusammenfassungen der einzelnen Artikel erleichtern die Suche. Die Beiträge können als pdf-Datei im Volltext heruntergeladen werden.
  • Web of Science (Bibliothek auswählen, um Zugang zu prüfen)
    Direkteinstieg (nur für Angehörige der Uni Zürich)
    Umfassende Datenbank zu allen Fachbereichen (Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften). Teilweise mit Zusammenfassungen. Die Titel sind jedoch nur in englischer Sprache gehalten (bei anderssprachigen Artikeln findet sich anstelle des Originaltitels eine englische Übersetzung). ähnlich wie historical abstracts werden ausschliesslich bibliographische Angaben bereitgestellt, nicht jedoch der Zugang zu den Volltexten.
  • IBZ - Internationale Bibliographie der geistes- und sozialwissenschaftlichen Zeitschriftenliteratur
    Direkteinstieg (nur für Angehörige der Uni Zürich)
    Die IBZ verzeichnet Zeitschriftenartikel vor allem der Geistes- und Sozialwissenschaften. Die IBZ verzeichnet primär deutschsprachige Zeitschriftenaufsätze, die ab 1983 erschienen sind. Weit über 10.000 Zeitschriften werden ausgewertet.
  • Historische Bibliographie Online
    Die Historische Bibliographie Online erfasst zumeist deutschsprachige Beiträge in Zeitschriften und Sammelbänden, aber auch Monographien und andere Werke. Es kann nach Stichworten gesucht werden, aber auch eine systematische Suche nach Epochen oder Regionen ist möglich.
  • DigiZeitschriften
    DigiZeitschriften ist ein elektronisches Archiv wichtiger deutschsprachiger Zeitschriften. Einige, vor allem ältere, Inhalte sind kostenlos zugänglich, der Grossteil der Volltexte ist jedoch nur zugänglich über eine Institution (Bibliothek) mit einer entsprechenden Lizenz. In Zürich sind die kostenpflichtigen Angebote von DigiZeitschriften nicht zugänglich; insgesamt bieten nur wenige grosse Biblitheken einen Zugang. Für eine übersicht über Standorte, die Zugang zu DigiZeitschriften bieten, siehe das Datenbank Infosystem.
  • ProjectMuse
    Online-Archiv für vor allem englischsprachige elektronische Zeitschriften, vergleichbar JSTOR und DigiZeitschriften.
  • Integrum Worldwide
    Kostenpflichtiges Suchportal zu Russland und den GUS-Staaten, das eine Menge von Datenbanken, Zeitungen und Zeitschriften, offizielle Dokumente etc. unter einer Oberfläche vereint. Thematisch vor allem auf aktuelle Themen ausgerichtet (Politik, Wirtschaft, Kultur). Derzeit bieten nur wenige wissenschaftliche Bibliotheken einen Zugang an, darunter die Staatsbibliotheken in Berlin und München; kein Zugang besteht aus Zürcher Bibliotheken. Es ist jedoch auch möglich, einzelne Einträge individuell gegen eine Gebühr (pay-per-view) anzusehen.

b) über Internet frei zugängliche Datenbanken und Ressourcen

  • Anemi - Digital library of modern greek studies
    Anemi ist ein Projekt der Universitätsbibliothek Kreta, welche eine Online-Datenbank und viele Volltexte alter und rarer Werke mit Griechenland-Bezug umfasst. Ist über das eigentliche griechische Kerngebiet hinaus von Interesse für Belange der südosteuropäischen und osmanischen Geschichte.
  • Vascoda
    Vascoda ist ein interdisziplinären Wissenschaftsportal, das von über 30 deutschen Bibliotheken und Fachinformationseinrichtungen betrieben wird. Ziel der Plattform ist es, über das Internet eine öffentlich zugängliche Versorgung mit wissenschaftlicher Literatur (bibliographische Informationen und Volltexte) zu ermöglichen. Es handelt sich faktisch um eine Meta-Suche in diversen Datenbanken, darunter die besonders für osteuropäische Belange interessanten, online auch einzeln zugänglichen Angebote vifaost und Chronicon (Fachportal für Geschichte der Bayerischen Staatsbibliothek in München). Mit der Suche über Vascoda kann eine breite Palette von wissenschaftlicher Fachliteratur gefunden werden, sowohl Bücher als auch Aufsätze.
  • Recensio.net
    Recensio.net ist eine europaweit ausgerichtete, mehrsprachige Plattform für Rezensionen geschichtswissenschaftlicher Literatur. Einerseits werden Rezensionen im Volltext aus bestehenden Zeitschriften angeboten, andererseits eigene Autoren- und Fremdkommentare zu geschichtswissenschaftlichen Büchern und Aufsätzen.
  • NewBooks
    Auf der Seite NewBooks kann nach neuer Wissenschafts- und Fachliteratur gesucht werden. Aktuelle Neuerscheinungen oder Vorankündigungen sind so recherchierbar, auch wenn sie noch nicht in den Bibliothekskatalogen nachgewiesen sind. Es kann nach Stichworten (Autor, Titel, Erscheinungsjahr etc.) gesucht werden oder alternativ eine Suche nach den neuesten Titeln, aufgeschlüsselt nach Fachbereichen, gestartet werden. Dazu können Fachbereiche ausgewählt und entsprechende Unterbereiche eingeblendet werden (wie zum Beispiel nach Epochen oder Themen).
  • vifaost
    Die virtuelle Fachbibliothek Osteuropa (vifaost) bietet zentralen Zugriff auf ein weites Spektrum wissenschaftlicher Fachinformationen zu den Ländern und Regionen Osteuropas. Ein grosser Teil der Inhalte ist über die Schnellsuche zugänglich, die Angebote lassen sich aber auch einzeln durchsuchen. Angeboten werden unter anderem Fachbibliographien (International Bibliography of Pre-Petrine Russia, Religion im ehemaligen Jugoslawien), ein Katalog der Internetressourcen zu Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa, eine Aufsatzdatenbank Osteuropa, eine übersicht über verschiedene Osteuropa-relevante Datenbanken (mit links zum pay-per-use-Zugang), Volltexte zum download etc.
  • Literaturdokumentation zur Geschichte Ostmitteleuropas
    Bibliographische Datenbank, die vom Herder-Institut in Marburg in Zusammenarbeit mit Partnerinstitutionen in Ostmitteleuropa erarbeitet wird. Verzeichnet werden Monographien, Aufsätze aus Sammelbänden und Zeitschriften seit 1994 aus oder über Polen, Tschechien, die Slowakei sowie die baltischen Staaten Litauen, Lettland und Estland.
  • Cairn.info
    Online Volltext-Archiv von über 200 geistes- und sozialwissenschaftlicher Zeitschriften seit 2001 aus dem französischen Raum. Einigen Artikel, vor allem solche neueren Datums, sind nicht frei zugänglich, ein Zugang kann aber online gekauft werden.
  • Revues.org
    Ein weiteres französisches wissenschaftliches Zeitschriftenportal. Teilweise sind die Volltexte online zugängliche, teilweise nur die bibliographischen Angaben und ein Resumé.
  • Persee
    Wissenschaftliches Zeitschriftenarchiv aus Frankreich aus dem Bereich der Geiseswissenschaften. Frei zugängliche Volltexte aus über 70 Zeitschriften. ähnlich wie bei JSTOR sind vor allem eingescannte ältere Jahrgänge zu finden, etwa die berühmten "Annales" seit der ersten Nummer von 1929. Für jüngere Zeitschriftenausgaben siehe daher Revues.org.
  • Erudit
    Kanadisches Portal mit Online-Zugriff auf Volltexte (Zeitschriften-Aufsätze, Dissertationen etc.).
  • RussGUS
    Regionalwissenschaftliche Datenbank für den bibliographischen Nachweis deutschsprachiger Literatur mit Bezug auf Russland, die UdSSR und ihre Nachfolgestaaten. Sie enthält Titel der Erscheinungsjahre 1974 - 2003 und eignet sich daher primär für die Suche nach Literatur zum letzten Viertel des 20. Jahrhunderts.
  • OAIster
    Metasuche frei zugänglicher (openAccess) elektronisch verfügbarer Volltexte der University of Michigan. Unter einer einheitlichen Suchoberfläche lassen sich gleichzeitig viele verschiedene Anbieter von openAccess-Inhalten durchsuchen, darunter auch einige aus Osteuropa.
  • BASE - Bielefeld academic search engine
    Metasuche frei zugänglicher (openAccess) elektronisch verfügbarer Volltexte. Gemeinsame Suchmöglichkeit für viele verschiedene wissenschaftliche Internet-Quellen wie universitären Dokumenten-Servern, ausgewählte Webseiten und lokale Datenbestände diverser Bibliotheken, darunter auch solche aus osteuropäischen Ländern.
  • Clio Online
    Clio-online ist ein zentrales Internet Fachportal für die Geschichtswissenschaften. Unter anderem ist eine gleichzeitige Suche in diversen Internetressourcen (Internet-Themenportale wie das grösste deutschsprachige Themenportal zur Geschichte H-soz-u-kult, Rezensionen, Bibliothekskataloge etc.) möglich (Metasuche). Daher eher geeignet, sich einen schnellen überblick über ein Thema und die entsprechenden Internetressourcen dazu zu verschaffen als zur gezielten, systematsichen Literatursuche.
  • Zeitschriftenfreihandmagazin
    Das Zeitschriftenfreihandmagazin bietet online Inhaltsverzeichnisse geschichtswissenschaftlicher Zeitschriften an. Wie in einem Freihandmagazin kann man die Inhaltsverzeichnisse der Reihe nach anschauen. In einer alphabetischen Liste kann nach den Zeitschriften gesuchte werden, deren Inhaltsverzeichnisse angezeigt werden sollen. Das Zeitschriftenfreihandmagazin verzeichnet vor allem deutschsprachige, teils auch englischsprachige, Periodika. Im Unterschied zu vielen Datenbanken sind auch ältere Nummern nachgewiesen, so dass es eine wertvolle Ergänzung zu diesen Angeboten, wo nach aktuelleren Aufsätzen gesucht werden kann, darstellt. Es wird auch eine Suchfunktion angeboten, die derzeit (Februar 2007) jedoch nicht zu funktionieren scheint.
  • Indices of the periodicals - Fondazione istituto internazionale di storia economica "F. Datini"
    Vergleichbar dem Zeitschriftenfreihandmagazin (viele Daten sind auch von dort übernommen) bietet das Verzeichnis Zugriff zu Inhaltsverzeichnissen diverser Zeitschriften, die inBibliotheken in Florenz und Prato vorhanden sind. Es sind Titel in verschiedenen europäischen Sprachen aufgenommen worden. Zum Teil werden Links zu Volltexten angeboten, das Institut bietet aber auch einen Dokumentenlieferdienst an.
  • Datenbank-Infosystem (DBIS)
    Das Datenbank-Infosystem (DBIS) der Universitätsbibliothek Regensburg ist ein umfassendes Verzeichnis wissenschaftlicher Datenbanken aus allen Disziplinen, die über das Internet frei zugänglich sind (Volltextsammlungen, Bibliographie, Bilddatenbanken, Wörterbuch, Fachportale etc.). Die Datenbanken können nach Fachbereich ausgewählt werden. Für den Bereich Geschichte sind zurzeit (Februar 2007) 234 frei zugängliche Datenbanken aufgeführt, für alle Fachbereiche zusammen knapp 2000. über den Eintrag "Bibliotheksauswahl / Einstellungen" können zudem weitere Datenbanken angezeigt werden, die in mindestens einer der Partnerbibliotheken im deutschsprachigen Raum zugänglich ist oder die gegen Entgelt eingesehen werden können. Für die Geschichtswissenschaft sind so insgesamt 567 Datenbanken nachgewiesen, für die Slavistik 89.
  • H-Net
    Unter dem Namen H-Net sind eine ganze Reihe von E-mail-Listen und Diskussionsforen zusammengefasst, die sich verschiedenen historischen Themenbereichen widmen. So finden sich Themenportale mit geographischen Schwerpunkte, etwa zur russischen Geschichte (H-Russia), zum Habsburger-Reich (Habsburg discussion forum), zur Geschichte der Türkei und des Osmanischen Reiches (H-Turk), zur Geschichte der Slaven vor 1725 (H-EarlySlavic), aber auch thematische Portale, etwa zum Nationalismus (H-Nationalism), zu postsozialistischen Studien (H-Soyuz), zur Frauengeschichte (H-Women) oder zur Filmgeschichte (H-Film) und viele weitere. Teil des H-Net ist auch H-soz-u-kult, das grösste deutschsprachige Diskussionsforum der Geschichtswissenschaften zu allen historischen Teilbereichen. Auf der Suche nach Literatur können die erwähnten Diskussionsforen hilfreich sein, da in ihnen oft die neuesten Publikationen besprochen werden (Rezensionen) oder gezielt Fragen zu bestimmten Themen gestellt werden können.
  • Google scholar und Google books
    Angebot der bekannten Internet-Suchmaschine Google, das ausschliesslich Ergebnisse aus der wissenschaftlichen Fachliteratur (scholar) beziehungsweise aus von Google gescannten oder von den Verlagen zur Verfügung gestellten Büchern liefert. Dazu werden Bestände aus wissenschaftlichen Bibliotheken gescannt, aufgrund von Vereinbarungen mit den Anbietern elektronische Volltext-Datenbanken (Zeitschriften) durchsucht etc. Die Stärke dieser Suchmöglichkeit liegt darin, dass eine Volltextsuche im Inhalt der erfassten Ressourcen möglich ist, dass also etwa auch Stichwörter in Büchern gefunden werden, die im Titel nicht erscheinen. Zum Teil sind die Suchergebnisse direkt mit der online verfügbaren Volltextversion verlinkt. Da die Auswahl der erfassten Bestände jedoch aus diversen Gründen sehr unsystematisch ist, liefert die Suche nur sehr selektive Ergebnisse. Google scholar und Google books ersetzt daher andere Suchmethoden nicht, können aber zur Ergänzung herangezogen werden. Siehe auch die Hinweise zu den Suchmöglichkeiten in google scholar.
  • Open Access Suchmaschinen
    Forschungsresultate werden immer häufiger in elektronischer Form publiziert. Öffentliche Forschungseinrichtungen wie Universitäten setzen dabei vermehrt auf den freien (kostenlosen) Zugang zu Veröffentlichungen, der gegenüber der klassischen Form der Print-Publikation verschiedene Vorteile aufweist wie die schnellere und universellere Verfügbarkeit von Forschungsergebnissen sowie geringere Kosten. Die Arbeiten werden dabei (parallel zu einer Printpublikation oder als alleinige Publikationsart) in Open Access Archiven gespeichert und sind so weltweit frei zugänglich. Die Universität Zürich unterstützt Open Access und hat dazu ein eigenes Portal eingerichtet: siehe Open-Access-Webseite der Universität Zürich. Unter anderem ist dort eine Liste mit Links zu spezialisierten Suchmaschinen zu finden, mit deren Hilfe nach frei zugänglichen Open Access Inhalten gesucht werden kann. Ein Internet-Portal zu OpenAccess mit vielen weiteren Informationen ist zu finden unter http://www.open-access.net.
  • CiteULike
    CiteULike ist eine Datenbank, die wissenschaftliche Fachliteratur (vor allem Aufsätze) aller Fachgebiete auflistet. Im Gegensatz zu den weiter oben aufgeführten, professionellen und nur gegen Lizenz zugänglichen Datenbanken ist CiteULike jedoch frei über das Internet zugänglich. Wie die erwähnten Datenbanken kann auch in CiteULike nach Literatur gesucht werden. Die Einträge stammen von den Benutzerinnen und Benutzern der Seite (nach dem Prinzip der social software wie etwa von Wikipedia bekannt, nach der jede/r Informationen beitragen kann). Nach einer kurzen Registrierung können selber Titel aus externen Datenquellen oder von Hand eingegeben werden und unter dem persönlichen Profil gespeichert werden, so dass man später nach der Anmeldung per Passwort wieder Zugriff darauf hat. Auf diese Weise kann CiteULike genutzt werden, um Literaturangaben auf einer Plattform zentral zu speichern und zugänglich zu haben. Zugleich können so Literaturangaben weiteren Nutzern von CiteULike zugänglich gemacht werden.

2.) Bibliographierte Titel beschaffen

a) Klassische Datenbanken der Bibliotheksverbunde zur Suche nach Literatur (OPAC)

Die grossen wissenschaftlichen Bibliotheken und die allermeisten Instituts- und Forschungsbibliotheken verzeichnen mittlerweile ihre Bestände in öffentlich übers Internet zugänglichen Katalogen (Online Public Access Catalogue, OPAC). Aufgrund des damit verbundenen technischen und administrativen Aufwandes betreiben oft verschiedene Bibliotheken zusammen eine gemeinsame Katalog-Datenbank (Bibliotheksverbunde). Je nach dem wann eine Bibliothek mit der elektronischen Verzeichnung ihrer Bestände begonnen hat, reicht die Erschliessung unterschiedlich weit in die Vergangenheit zurück. Altbestände sind oftmals noch nicht vollständig in den OPAC's erfasst (kann auf der Homepage der entsprechenden Bibliothek überprüft werden) und müssen entweder auf traditionelle Weise in den Zettelkatalogen vor Ort gesucht werden, oder (sofern vorhanden) in speziellen Online-Katalogen, in denen die gescannten Zettelkataloge durchsucht werden können (Image-Kataloge IPAC, siehe dazu weiter unten).

b) Altbestände: Gescannte Zettelkataloge (Image-Kataloge, IPAC)

Da die Konvertierung von alten, vor der Einführung der elektronischen Erfassung erstellten Zettelkataloge in die neuen, elektronischen Kataloge (OPAC) mit einem grossen zeitlichen bzw. personellen und damit finanziellen Aufwand verbunden ist, bieten die meisten grossen Bibliotheken alternativ (zum Teil auch ergänzend) separate Kataloge an. Darin werden die hand- oder maschinengeschriebenen Vorlagen ohne weitere Bearbeitung gescannt und als Bilddatei über das Internet zur Verfügung gestellt (Image Public Access Catalogue, IPAC). Da die Benutzung dieser Kataloge etwas umständlicher ist (in der Regel ausschliesslich Suche nach alphabetischem Ordnungswort: Autor bzw. Titel), empfiehlt sie sich nur für ältere und entlegenere Werke, die in den elektronischen Katalogen (OPAC) nicht gefunden werden. Weil viele Bibliotheken fortlaufend ihre Altbestände in die wesentlich komfortaber zu bedienenden OPAC's einarbeiten sollte vor der Suche auf der Homepage der entsprechenden Bibliothek überprüft werden, für welchen Zeitraum eine Suche im IPAC sinnvoll ist, welche Bestände also noch nicht elektronisch erfasst sind.

  • Alphabetischer Zentralkatalog (Zürich)
    Altbestände der ZB und weiterer Zürcher Bibliotheken (Sozialarchiv, Landesmuseum etc.) in Form gescannter Zettelkataloge im Alphabetischen Zentralkatalog.
  • Linkliste Imagekataloge (IPAC)
    Verweis auf gescannte Zettelkataloge von Bibliotheken in Deutschland, die als Image-Kataloge online abgefragt werden können.
  • The international CIPAC list
    Linkliste von gescannten Zettelkatalogen, die online abgefragt werden können. Neben Katalogen aus der Schweiz, österreich und Deutschland sind auch Kataloge aus diversen europäischen und einigen aussereuropäischen Ländern enthalten. Für Osteuropa werden Kataloge aus der Tschechischen Republik, Kroatien, Litauen, Polen und Russland aufgeführt.

c) Metakataloge: zur gleichzeitigen Abfrage in verschiedenen Bibliothekskatalogen

Mit einer einzigen Recherche in verschiedenen Katalogen (Metasuche) kann man feststellen, in welchen Bibliotheken ein Buch vorhanden ist. Es handelt sich um keine eigenen Kataloge, sondern um die Zusammenführung der Rechercheergebnisse aus den ausgewählten Teilkatalogen (daher virtuelle Kataloge). Je nach Bibliothek ist der Erfassungsgrad unterschiedlich (gewisse Bibliotheken haben den gesamten Bestand nachgewiesen, andere erst ab einem bestimmten Datum).

  • CHVK: Schweizer virtueller Katalog
    Gleichzeitige Suche in diversen Bibliothekskatalogen der Schweiz und Liechtensteins (Universitäts-, Stadt- und Kantonsbibliotheken, verschiedene Institutionen). Es kann ausgewählt werden, in welchen Katalogen gesucht werden soll. Mit erfasst werden neuerdings die im IDS-Verbund zusammengeschlossenen Bibliotheken (wie ZB Zürich, Stadt- und Universitätsbibliotheken in Bern und Basel etc.). Der CHVK ermöglicht so die umfassendste Suche in schweizerischen Bibliotheken.
  • SwissBib
    Neuer Metekakatalog, um die Bestände der Schweizer Universitätsbibliotheken und der Schweizerischen Nationalbibliothek zentral zu durchsuchen. Erfasst werden unter anderem die Bibliotheksverbünde IDS (deutsche Schweiz) RERO (französische Schweiz), Sistema Bibliotecario Ticinese (italienische Schweiz) und die Schweizerische Nationalbibliothek. Befindet sich derzeit noch in der Beta- (Entwicklungs-)Phase.
  • KVK: Karlsruher virtueller Katalog
    Gleichzeitige Suche in diversen Bibliothekskatalogen vor allem der deutschsprachigen Länder, zusätzlich vieler west- und einiger osteuropäischer (Nationalbibliotheken von Russland, Polen, Ungarn, Tschechische Republik) sowie aussereuropäischer Länder. Es kann ausgewählt werden, in welchen Katalogen gesucht werden soll. Die grossen wissenschaftlichen Bibliotheken der Schweiz (ZB und Uni Zürich, Stadt- und Universitätsbibliotheken in Bern und Basel; für Zürich auch Bestände der OEG und slavischem Seminar) können mit erfasst werden. Grösster internationaler virtueller Katalog, in dem in aller Regel auch entlegene Titel gefunden werden können (sofern sie im Katalog einer der beteiligten Bibliotheken elektronisch erfasst sind). ACHTUNG: Bei der Suche nach Titeln in kyrillischer Schrift müssen die teilweise vonenander abweichenden Transliterationen (deutsche, englische etc.) bedacht werden. Bücher in der russischen Staatsbibliothek werden nur bei Eingabe in kyrillischer Schrift gefunden. Siehe dazu auch den Hinweis zur Transliteration.
  • VOE: Verbundskatalog östliches Europa
    Der Verbundskatalog östliches Europa weist die EDV-erschlossenen Bestände von über zwanzig Bibliotheken und kulturell-wissenschaftlichen Einrichtungen in Deutschland, Polen und Tschechien nach. Der Katalog enthält Literatur zu allen Bereichen vor allem geisteswissenschaftlicher Literatur mit Osteuropabezug.
  • The European library
    Gleichzeitige Suche in diversen Katalogen europäischer Nationalbibliotheken, darunter auch osteuropäische Länder, die im KVK noch nicht berücksichtigt werden (Serbien, Kroatien, Slowenien, Slowakei, Lettland, Litauen sowie für Estland das DIGAR - digitales Archiv), daher gegebenenfalls ergänzend zum KVK. Hilfreich auch die Liste mit Links auf die Nationalbibliotheken der meisten europäischen Länder, wo zum Teil zusätzlich weitere, länderspezifische OPACs (Online-Kataloge) und links zu regionalen und universitären Bibliotheken zur Verfügung stehen.
  • The WorldCat
    Der WorldCat ist ein Metakatalog, der Bestände von über 10'000 Bibliotheken weltweit mit über einer Milliarde Bestandsnachweisen nachweist. Vertreten sind vor allem Bibliotheken aus dem englischen Sprachraum und besonders den USA (Universitäts- und öffentliche Bibliotheken, Bibliotheksverbunde der US-Bundesstaaten, amerikanische Einrichtungen in übersee etc.), daher eignet sich der WorldCat gut als Ergänzung zum KVK, der vor allem europäische Bibliothekskataloge durchsucht. Ausserdem sind im WorldCat auch einige europäische Bibliotheken nachgewiesen, die im KVK fehlen. Bei der Suche muss ein Land oder eine Region angegeben werden, in deren Bibliotheken gesucht werden soll (z. B. Germany, USA, California, Mexico, United Kingdom, South Africa oder Japan).
    ACHTUNG: Seit Mai 2007 ist der WorldCat über die Metasuche im KVK (siehe oben) abfragbar, so dass mit dem KVK die weltweit wohl umfassendste Suche möglich ist.
  • artlibraries.net
    Metakatalog zur Kunstgeschichte, der die Bestände von Bibliotheken aus dem Bereich Kunst in Westeuropa und den USA durchsucht.
  • VThK
    Metakatalog aus kirchlich-wissenschaftlichen Bibliotheken im deutschsprachigen Raum.
  • BAM-Portal
  • Das BAM-Portal (Gemeinsames Portal zu Bibliotheken, Archiven und Museen) liefert Informationen über Literatur, Archivalien und Objekte aus deutschen Bibliotheken, Archiven und Museen. Bei der Suche werden so etwa Literaturangaben, Archivbestände oder Fotos zum entsprechenden Suchbegriff ausgegeben.
  • IBISweb
    In Italien beheimateter Metakatalog diverser, vor allem katholischer Bibliotheken, so der OPAC Kapuzinerbibliotheken - Internationaler Katalog für Franziskanisches Schrifttum.

d) Zeitschriftenkataloge

Bei der Suche nach Zeitschriftentiteln können untenstehende Kataloge hilfreich sein, da sie Zeitschriftentitel nachweisen, die in den obenstehenden Katalogen noch nicht nachgeführt sind. Mit einer einzigen Recherche ist es möglich festzustellen, wo eine bestimmte Zeitschrift vorhanden ist und welche Nummern dort verfügbar sind:

  • SZP: Schweizer Zeitschriften-Portal
    Virtueller Katalog, der die Rechercheergebnisse vieler Schweizer und Liechtensteiner Bibliotheken zusammenführt. Weist auch neuere Zeitschriftennummern nach, daher auch für Suche nach jüngeren Ausgaben geeignet. Als Option kann die Suche im RP/VZ (Schweizerischen Zeitschriftengesamtkatalog, deckt die Zeit von ca. 1900 bis 2002 ab) angewählt werden, so dass über das SZP eine umfassende Suche nach neueren Zeitschriftenbeständen wie auch nach Altbeständen möglich ist.
  • ZDB Zeitschriftendatenbank
    Weist Zeitschriftenbestände (auch Altbestände) einer grossen Anzahl von Bibliotheken aus dem deutschsprachigen Raum (nicht aber aus der Schweiz) nach. Geeignet vor allem für die Suche nach entlegenen Zeitschriften.
  • Elektronische Zeitschriftenbibliothek
    Zentrales Verzeichnis von elektronisch verfügbaren Zeitschriften diverser europäischer Länder (darunter auch Schweiz und einige osteuropäische Länder). Die entsprechende Bibliothek kann ausgewählt werden. Je nach Zugänglichkeitsgrad kann der Volltext der Zeitschrift direkt über Internet eingesehen werden oder ist nur in den entsprechenden Bibliotheken verfügbar.
  • Journalseek.net
    Zeitschriftenportal mit frei zugänglichen Informationen über wissenschaftliche Fachzeitschriften, geordnet nach Fachgebieten.
  • MATARKA - Hungarian Periodicals Table of Contents Database
    Ungarisches Zeitschriftenportal: Datenbank, welche in ungarischen Fachzeitschriften erschienene Aufsätze, Rezensionen etc. verzeichnet.
  • doiSerbia
    Verzeichnis der serbischen Nationalbibliothek, das frei im Volltext (openAccess) verfügbare serbische wissenschaftliche Zeitschriften aufführt; derzeit (Mai 2009) allerdings vor allem im Bereich der Naturwissenschaften.
  • Hrčak - Portal znanstvenih časopisa Republike Hrvatske
    Kroatisches Portal wissenschaftlicher Zeitschriften, enthält knapp zweihundert wissenschaftliche Periodika aller Fachgebiete aus Kroatien, die meisten davon sind kostenlos als Volltexte zugänglich (zumeist aber ohne ältere Jahrgänge). Suche nach Fachbereichen möglich.
  • Zeitschriftenportal von vifaost
    Das Zeitschriftenportal von vifaost ist speziell auf osteuropäische Zeitschriften ausgerichtet bietet unter anderem einen Link zu einer Übersicht von über 1000 osteuroparelevante online-Zeitschriften sowie Links auf diverse bibliographische Datenbanken und Volltexte. Darunter auch die Zeitschriftenschau Osteuropa, eine von der Bayerischen Staatsbibliothek betriebene, laufend aktualisierte Datenbank mit Inhaltsverzeichnissen von ca. 150 relevanten Zeitschriften zur Geschichte Ost-, Ostmittel- und Südosteuropas ab 2002 - eignet sich zur Suche nach aktuellen Aufsätzen.
  • Suncat
    Weist Zeitschriftenbestände von ca. zwei Dutzend grossen Bibliotheken im Vereinigten Königreich (Grossbritannien und Nordirland) nach.
  • Catalogo italiano dei periodici (ACNP)
    Italienisches Pendant zur ZDB: von der Universität Bologna betriebene Zeitschriftendatenbank, die als zentrales Verzeichnis Zeitschriftenbestände aus italienischen Bibliotheken nachweist.
  • Zeitschriften- und Zeitungsdatenbanken
    Umfangreiche Linkliste mit Dutzenden von Links auf online-Angebote aus dem Bereich Zeitschriften und Zeitungen.
  • ISSN Portal
    Zentrales Verzeichnis aller Zeitschriften, die über eine ISSN (International Standard Serial Number) verfügen. Im Katalog sind über eine Million Zeitschriften aufgeführt, allerings ohne Standortangaben. Das ISSN Portal eignet sich daher nur zur Suche nach bibliographischen Angaben (Titeländerungen, Erscheinungsweise von Zeitschriften etc.). Ein Link ("OPEN URL", eine Metasuche) ermöglicht allerdings die Anzeige von verfügbaren Beständen in Bibliothekskatalogen und Volltext-Datenbanken.
  • Ulrichs Web
    Umfangreiches Zeitschriften-Portal mit Informationen zu über 300'000 Zeitschriften weltweit, mit Angaben zu Erscheinungsweise, Titeländerungen, ISSN etc. Möglichkeit, über SFX direkt nach vorhandenen Beständen in Bibliothekskatalogen zu suchen. Der Zugang zur Seite ist eingeschränkt nur mit entsprechender Lizenz, etwa einer Universität oder Bibliothek, möglich.

e) Dokumentenlieferdienst

Sofern ein Titel benötigt wird, der in Zürcher Bibliotheken nicht vorhanden ist, besteht die Möglichkeit, sich den entsprechenden Titel per Fernleihe zu bestellen. In vielen Fällen (etwa, wenn nur ein Zeitschriftenartikel benötigt wird), kann es aber sinnvoll sein, Kopien von der entsprechenden Bibliothek zu bestellen, da dies billiger und schneller ist. Viele grosse Bibliotheken bieten diesen Service an, und für die deutschsprachigen Länder besteht ein zentraler Dienst, über den einzelne Aufsätze bestellt werden können:

f) Buchhandel

Manchmal lassen sich bestimmte Titel in keiner nahe gelegenen Bibliothek auffinden und der Aufwand für Fernleihe oder Kopienbestellung lässt die Möglichkeit sinnvoll erscheinen, den entsprechenden Titel selber anzuschaffen, vor allem wenn es sich um immer wieder benötigte Werke handelt. Im Internet bieten inzwischen viele Anbieten ihre Dienstleistungen an, oftmals mit online-Suchfunktion. So können sowohl Neuerscheinungen als auch antiquarische Bücher, die zum Kauf angeboten werden, aufgefunden werden. Auch in den meisten osteuropäischen Ländern gibt es inzwischen Internet-Portale, über die Bücher bestellt werden können. Eine vollständige Liste kann hier wegen des grossen Angebotes nicht gemacht werden. Die nachfolgende Liste führt daher insbesondere Anbieter auf, die speziell auch wissenschaftliche Fachliteratur anbieten. Eine umfangreiche Liste mit Buchhandlesfirmen in der ganzen Welt, nach Ländern geordnet, ist im HBZ-Werkezugkasten -> Buchhandel zu finden.

Allgemeiner Buchhandel im deutschen Sprachraum und International

  • Buchhandel.de
    Auf dieser Seite kann im Verzeichnis lieferbarer Bücher gesucht werden, einem Bestandsverzeichnis der aktuell über den Buchhandel bestellbaren Bücher. Im Prinzip kann jede Buchhandlung diese Titel liefern. Eine Bestellung direkt über die Seite www.buchhandel.de ist möglich, dazu einfach die gefundenen Bücher in den Warenkorb legen und anschliessend eine Buchhandlung auswählen.
  • Karlsruher virtueller Katalog (KVK)
    Der KVK ist nicht nur ein virtueller Bibliothekskatalog, sondern kann auch die Angebote mehrerer Buchhandlungen, Antiquariate und Metasuch-Seiten gleichzeitig nach Büchern, die zum Verkauf angeboten werden, durchsuchen. Dazu die Suchfelder entsprechend ausfüllen und bei der Katalogauswahl ganz rechts "Buchhandel" auswählen.
  • ZVAB: Zentrales Verzeichnis antiquarischer Bücher
    Das Zentrale Verzeichnis antiquarischer Bücher ist ein Online-Antiquariat, welches das Angebot von über 4100 professionelle Antiquariaten aus 27 Ländern (vor allem aus dem deutschsprachigen Raum, aber auch aus anderen (ost-)europäischen und überseeischen Ländern) unter einer gemeinsamen Suchmaske zusammenfasst. Es lassen sich Bücher nach diversen Kriterien suchen.
  • Eurobuch
    Dem ZVAB vergleichbares Portal, das eine Metasuche in den Beständen verschiedener Anbieter ermöglicht, jedoch überwiegend aus dem europäischen Raum. Darunter sind auch grosse kommerzielle Anbieter wie Amazon oder nationale Portale wie etwa das polnische Antiquariatsportal libri.pl.
  • mareLibri
    Metasuche, die die Suche in fünf grossen westeuropäischen Internetplattformen, die antiquarische und neue Bücher verkaufen, ermöglicht. Die Zahl der Anbieter soll in Zukunft erweitert werden.
  • AddAll
    Portal für gebrauchte und vergriffene Bücher: Metasuche in weit über 40 Online-Buchhandlungen und Antiquariaten, darunter ZVAB, Amazon, Alibris (englischsprachiges Antiquariatsportal), Bibliophile Bookbase (englischsprachiges Antiquariatsportal), Biblio.com (in den USA beheimatetes Antiquariatsportal, das Angebote von über 5500 Buchhandlungen weltweit unter einer gemeinsamen Suchoberfläche zusammenführt).
  • BookFinder
    Metasuche in den Buchkatalogen einer grossen Anzahl an Onlinebuchhandlungen insbesondere des deutschsprachigen und des angelsächsischen Raumes, darunter antiquarische Portale wie das ZVAB, aber auch Buchhandelsportale, die primär Neuerscheinungen vertreiben.
  • FetchBook
    Metasuche in 127 vorwiegend US-amerikanischen und angelsächsischen Online-Buchhandlungen. Mit Preisvergleichs-Möglichkeit.
  • viaLibri
    Metasuche in verschiedenen Buchhandelsportalen, darunter neben vielen anderen ILAB-LILA und MareMagnum.
  • Galaxidion.com
    Französisches Antiquariatsportal.

Buchhandel für osteuropäische Länder

Die aufgeführten Buchhandelsfirmen verfügen in der Regel über eigene Webseiten mit Online-Katalogen, die das jeweilige Angebot auflisten. Die meisten bieten auch einen Versand von Katalogen mit Neuerscheinungen (per E-mail oder per Post) an. Zumeist können auch in den Katalogen nicht aufgeführte Bücher geliefert werden, vor allem von den Firmen in den einzelnen Ländern. Die Liste ist bei Weitem nicht vollständig und umfasst vor allem auf Fachliteratur spezialisierte Buchlieferanten, die gemäss eigenen Erfahrungen in der Regel zuverlässig liefern.

Spezialbuchhandel für Osteuropa allgemein

  • Kubon&Sagner
    Buch-Export und Import-Firma aus München, die Bücher aus allen osteuropäischen Ländern und aus Zentralasien liefert. Online-Kataloge verzeichnen Neuerscheinungen, die bestellt werden können.
  • MIPP
    Buchlieferant, der alle Gebiete der ehemaligen Sowjetunion (baltische Staaten und GUS-Länder), Rumänien sowie die Mongolei und China abdeckt. In den Online-Katalogen kann nach lieferbaren Büchern gesucht werden.

Buchhändler für einzelne osteuropäische Länder

Russland

  • Olearius Books
    In Deutschland angesiedelter Buchhändler, der Bücher aus Russland besorgt. Mit Online-Katalog.
  • Michael Ebstein / slavic-books-im-export
    Buchlieferant aus Deutschland, der Bücher aus Russland und der Ukraine anbietet. Mit Online-Katalog.
  • Bulanin
    Verlag und Buchhandlung aus St. Petersburg. Mit Online-Katalog (nur russisch).

Serbien

  • Knjižara
    Online Buchhandlung aus Serbien mit eigener Abteilung auch für antiquarische Bücher. Mit Online-Katalog.
  • Beo-books
    In Berlin angesiedelte Buchhandelsfirma, die Bücher aus Serbien liefert. Mit Online-Katalog.

Bosnien und Herzegowina

  • Interliber
    Online-Buchhandlung mit Angeboten von Büchern aus Bosnien und Herzegowina. Mit Online-Katalog.

Kroatien

Albanien

  • Botimpex
    Online-Buchhandlung aus Tirana, die albanische Bücher für den Export anbietet. Mit Online-Katalog.
  • Shtepia e Librit
    Buchhandlung aus Tirana mit Online-Katalog in albanischer und englischer Sprache.
  • Logos-Edu.com
    Online-Buchhandlung für Bücher aus Balkan-Ländern; derzeit (Januar 2010) in albanischer und makedonischer Sprache

Makedonien

  • Logos-Edu.com
    Online-Buchhandlung für Bücher aus Balkan-Ländern; derzeit (Januar 2010) in albanischer und makedonischer Sprache

Bulgarien

  • Bulgarian books
    Buchlieferant aus Sofia, der bulgarische Bücher exportiert. Keine Webseite, verschickt aber regelmässig Kataloge (gedruckt oder per E-mail). Kontakt per E-mail: bulgarian_books@abv.bg, Postanschrift: Bulgarian Books, Sofija 1000, P. O. Box 1567, Bulgarien. Telefon (+359 - 2) 952 25 - 75.
  • Bookpoint.bg
    Bulgarische Online-Buchhandlung

Rumänien

  • Catalogul Cărţilor Disponibile în România / Romanian Books in Print Catalogue
    Informationsplattform der Vereinigung der Verleger Rumäniens zu den in Rumänien publizierten und verfügbaren Bücher.
  • Derex
    Sehr zuverlässige Buchhandelsfirma in Bukarest mit umfassendem Angebot, die rumänische Bücher ins Ausland liefert. Spezialisiert auf wissenschaftliche Werke, vor allem Geisteswissenschaften. Keine Webseite, aber Kataloge mit Neuerscheinungen werden regelmässig per e-mail verschickt. Kontakt: Doina Niculescu doinicu@yahoo.com, Postanschrift: DEREX Com. SRL, Aleea Ţebea 2B, bl.101, sc. A, ap.15, sector 4, Bucureşti 040887, Romania. Telefon (+40) 021 - 313 71 57.
  • books-zone.com
    Englische Version der Seite Librarie.net: Rumänische Online-Buchhandlung, mit Neuerscheinungen, antiquarischen Angeboten und online-Bestellmöglichkeit. Möglichkeit, sich regelmässig Kataloge zu Neueingängen zukommen zu lassen.
  • kaboo.ro
    Meta-Suchmachine über verschiedene Online-Buchhandlungen, unter anderem Pravalia cu carti, CartePremium und Librarie.net.
  • Librărie Eminescu
    Online-Version der gut sortierten Buchhandlung im Zentrum Bukarests neben der Universität; bietet gute Suchmöglichkeiten (u.a. nach Verlagen und Themen) und ein umfassendes Angebot, auch von sonst kaum vertriebenen Verlagen wie dem Akademieverlag. Möglichkeit, per E-mail Listen mit Neuerscheinungen zu abonnieren.
  • Online-Buchhandlungen
    Zahlreiche Internet-Buchhandlungen bieten inzwischen ihre Dienste an und eignen sich gut dazu, einen Überblick über das aktuelle Buchangebot in Rumänien zu gewinnen. Unter den Internet-Buchhandlungen seien etwa erwähnt: http://www.librariaonline.ro, http://www.buybooks.ro oder http://www.lumeacartii.ro; online-Antiquariat: http://www.anticar.ro.

Ungarn

  • Bouchal
    Online Buchhandlung mit einem umfassenden Angebot ungarischer Bücher. Mit Online-Katalog. Auf der Linkseite finden sich Links zu ungarischen Verlagen, Online-Buchhandlungen, Antiquariaten etc.
    Link
  • Könyvkeresõ
    Laut eigenen Angaben „das vollkommenste System um ein Buch in Ungarn zu finden“. Verzeichnis der Neuerscheinungen in Ungarn, vergleichbar dem deutschen "Verzeichnis lieferbarer Bücher". Mit Online-Katalog.
  • Antiqvarium.hu
    Ungarische Antiquariatsseite. Thematische Suche nach Büchern möglich.

Tschechien

  • Knihkupectvi Fiser
    Tschechische Online-Buchhandlung. Mit Online-Katalog.
  • Regula Pragensis
    Tschechische Online-Buchhandlung, spezialisiert auf Geisteswissenschaften. Mit Online-Katalog.
  • Academiaknihy
    Tschechische Online-Buchhandlung. Mit Online-Katalog.

Polen