Workshop „Historische Diskursanalyse. Aber wie? – Methodologie
einer zeitgemässen Anwendung“ mit Prof. Dr. Martin
Reisigl (Universität Bern) und Prof. Dr. Philipp Sarasin
(UZH)

Michel Foucaults Diskurstheorie scheint heute in den Geistes- und Sozialwissenschaften nicht nur ein omnipräsenter, sondern auch ein auf breiter Ebene anerkannter Ansatz zu sein, und doch lässt sich dazu in der Wissenschaft ein ganzes Spektrum unterschiedlicher Operationalisierungen finden. So stellt sich denn die Frage, welche davon für die Geschichtswissenschaft geeignet ist bzw. sind. Prof. Dr. Martin Reisigl (Institut für Germanistik & Center for the Study of Language and Society (CSLS), Universität Bern) beschäftigt sich als Vertreter des Wiener Ansatzes der Kritischen Diskursanalyse bereits seit einigen Jahren intensiv mit Fragen einer linguistisch fundierten Methodologie der Diskursforschung. Prof Dr. Philipp Sarasin (Forschungsstelle für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, UZH) kann nicht nur als Experte von Michel Foucaults Theorien bezeichnet werden, sondern ist auch ein wichtiger Vertreter der historischen Diskursanalyse. Der Workshop lädt Doktorierende dazu ein, über grundlegende methodische Probleme der Diskursanalyse in der Geschichtswissenschaft vor dem Hintergrund des eigenen Forschungsmaterials zu reflektieren. Zu den im Workshop behandelten theoretischen Fragen zählt u. a. auch das Problem der Notwendigkeit einer Auslegung von Michel Foucaults Diskurstheorie. Darüber hinaus bietet der Workshop die Möglichkeit, das eigene Forschungsprojekt in komprimierter Form (Vortrag von sieben Minuten, plus Kommentar durch die Herrn Reisigl und Sarasin) zu präsentieren. Im Rahmen des Workshops können zwei bzw. vier (inkl. Kurzvortrag) ECTS-Punkte erworben werden.

Weitere Informationen zur Annmeldung entnehmen Sie bitte im Kasten rechts und im Flyer zum Workshop.

Am selben Tag referiert Prof. Dr. Martin Reisigl ausserdem im Rahmen des Zentralen Kolloquiums des Doktoratsprogramms Geschichte von 16:15-18 Uhr im Raum KO2-F-153 zum Thema: „Die historische Dimension von Diskursen: Eine linguistische Annäherung.“. (29.4.2014, 16.15-18.00 Uhr, KO2 F 153).