Das Archiv als Raum der Wissensproduktion und Wissensdestruktion

Meist gelten Archive wie selbstverständlich als Wissensorte, also als Einrichtungen, die zur Aufbewahrung, Bereitstellung und Erzeugung von Wissen beitragen und als "Steinbrüche" historisch arbeitender Wissenschaftler fungieren. Doch man sollte Archive nicht allzu umstandslos und pauschal zu Wissensorten erklären. Der Weg vom Archiv zum Wissen war und ist weder zwingend oder unvermeidlich noch einfach oder selbstverständlich.

Der Workshop will die Mehrschichtigkeit des Archivs als Arbeitsort der Historikerin/historisch arbeitender Wissenschaftler thematisieren und problematisieren. Konkret soll über die Rolle des Archivs im eigenen Forschungsprozess reflektiert werden, wobei neben dem Archiv als institutionalisiertem Ort auch metaphorische Archive mit einbezogen werden sollen.

Anhand gemeinsamer Textdiskussion und kurzer Inputs durch Teilnehmende soll eine Situierung der eigenen Forschung und der Rolle des Archivs neu gedacht und produktiv für die eigene Arbeit genutzt werden.

Anmeldungen bitte bis am 11. April 2016 an tobias.hodel@uzh.ch