Inschriften von Pergamon

Pergamon kommt wegen seiner herausragenden Rolle als hellenistische Residenzstadt und römische Metropole besondere Bedeutung für die altertumswissenschaftliche Forschung zu. Für die Erschliessung seiner politischen, institutionellen, wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen wie religiösen Geschichte bildet die inschriftliche Hinterlassenschaft die primäre Quellengattung. Die Inschriftenfunde der Grabungen der Berliner Museen des 19. Jahrhunderts hat Max Fränkel 1890 und 1895 in den 'Inschriften von Pergamon' (Altertümer von Pergamon VIII 1-2) zusammengefasst vorgelegt, die der Grabungen des DAI in dem ausserhalb der antiken Stadt gelegenen Asklepieion wurden 1969 von Christian Habicht veröffentlicht (Altertümer von Pergamon VIII 3). Die grosse Anzahl der seit dem Beginn der Ausgrabungen durch das Deutsche Archäologische Institut seit 1896 zu Tage gekommenen Inschriften ist dagegen bis heute nur in vorläufigen Publikationen zugänglich und in wesentlichen Teilen auch nach wie vor unpubliziert.

Geplant und in Arbeit ist daher ein neuer Band in der Reihe 'Altertümer von Pergamon', in dem die bislang verstreut und modernen Massstäben häufig nicht mehr genügender Form publizierten Funde sowie die neuen Inschriften mit umfassenden Kommentaren publiziert werden. Wichtige Neufunde, die eine umfassendere und systmatische Behandlung erfordern, die eine Corpuspublikation sprengen würden, werden vorab in monographischer Form publiziert.

Projektteam:

  • Prof. Dr. Andreas Victor Walser
  • Dr. Ursula Kunnert

Kooperationspartner:

  • Kommission für Alte Geschichte und Epigraphik des Deutschen Archäologischen Instituts
  • Deutsches Archäologisches Institut, Abteilung Istanbul